Discussion:
Contarex-I - Icarex
(zu alt für eine Antwort)
Frank Mechelhoff
2005-07-22 10:27:07 UTC
Permalink
Hallo Group,
Da dies wohl die komplizierteste Camera ist die je gebaut wurde (und
deswegen reizt sie mich :-): Was muss man beim Kauf einer Contarex-I
("Bullauge") beachten?
Habe das Buch von H.J.Kuc: Contarex-Contaflex
Der Kopplungsmechanismus Blende-Zeit-Belichtungsmesser den es bloß bei
dieser Camera gibt (Seilzug): ist er gewöhnlich OK oder defekt? Leben
die Selenbelichtungsmesser nach dieser Zeit noch? (wahrscheinlich eher
wenn die Camera in ihrer Tasche aufgehoben wurden, oder?)
Gibt es besondere Dinge in der Mechanik die typischerweise aufgeben?
Wie gut halten die Tuchschlitzverschlüsse? (die ältesten Pentaxe die
jetzt auch demnächst 50 werden sind diesbezgüglich alle grenzwertig,
auch LEICAs brauchen eine Überholung, ich nehme deswegen nicht an dass
Zeiss-Ikons das ewige Leben haben...)
Bei einer Contarex gehe ich davon aus dass *jede* umfangreichere
Überholung enorm kostenaufwendig sein dürfte... ich lese das was von
benötigten Spezialwerkzeugen.
Also eine Frage an die Älteren: wer kennt sich mit der Lebensdazer des
"Mercedes unter den Cameras" (Kuc) aus?

Und noch eine Frage zur Historie hab ich, aber zur ICAREX, über die
sich Kuc leider ausschweigt... offensichtlich ist sie einfacher, es
gibt viele Ähnlichkeiten, obwohl es sich um eine
Voigtländer-Konstruktion gehandelt zu haben scheint(?) Ich hatte kurz
mal eine (TM), auf der stand Zeiss-Ikon/ Voigtländer - hab sie aber
schnell wieder verkauft weil ich sie viel zu groß fand (mit M42,
Arbeitsblendenmessung - das können meine Spotmatics besser)
Hatte die andere (BM) dasselbe Bajonett wie die Contarex - wenn nein,
warum nicht, vom selben Hersteller?, Rollei (QBM) oder wieder was
anderes?
Das mit den verschiedenen deutschen Bajonetten zu der Zeit scheint ja
sehr verwirrend zu sein...
Wenn sie einfacher war als die Contarex war sie bestimmt auch billiger,
warum wurde sie dann nicht besser verkauft? Wie ihr seht grabe ich
gerade zu Beginn der 70'er Jahre herum. Da war ich noch zu jung um mich
für Cameras zu interessieren....

Ich bin gespannt auf die Antworten... :-)

Viele Grüsse, Frank
Frank Mechelhoff
2005-07-22 12:33:13 UTC
Permalink
OK nachdem ich das hier gelesen habe
http://www.zeisscamera.com/Contarex/Page4.html#shutterproblem
überleg ich's mir auch vielleicht noch mal... :-)
Ralf R. Radermacher
2005-07-22 18:44:05 UTC
Permalink
Post by Frank Mechelhoff
OK nachdem ich das hier gelesen habe
http://www.zeisscamera.com/Contarex/Page4.html#shutterproblem
überleg ich's mir auch vielleicht noch mal... :-)
Ich habe selten eine solche Menge von Geschwätz auf einem Haufen
vorgefunden. Das alles dient wohl nur dazu, die Kunden soweit
einzuschüchtern, daß sie die Freudenhauspreise für seine Überholungen
schlucken.

Ralf
--
Ralf R. Radermacher - DL9KCG - Köln/Cologne, Germany
private homepage: http://www.fotoralf.de
manual cameras and photo galleries - updated Jan. 10, 2005
Contarex - Kiev 60 - Horizon 202 - P6 mount lenses
Ulrich Witte
2005-07-22 19:16:49 UTC
Permalink
Post by Ralf R. Radermacher
Post by Frank Mechelhoff
OK nachdem ich das hier gelesen habe
http://www.zeisscamera.com/Contarex/Page4.html#shutterproblem
überleg ich's mir auch vielleicht noch mal... :-)
Ich habe selten eine solche Menge von Geschwätz auf einem Haufen
vorgefunden. Das alles dient wohl nur dazu, die Kunden soweit
einzuschüchtern, daß sie die Freudenhauspreise für seine Überholungen
schlucken.
Ack. Über Scherer habe ich auch schon wahre Gruselgeschichten
gehört... angeblich ist er ja auch der einzige auf der Welt, der
die "richtigen" Verschlußbänder für Vorkriegs-Contax besitzt ;-)

Ulrich
--
http://fotos.cconin.de
Frank Mechelhoff
2005-07-22 23:12:57 UTC
Permalink
Das kann ich natürlich nicht beurteilen, weil ich nicht weiss ob er
ein guter oder schlechter Reparateur ist, und "Gruselgeschichten" ohne
Roß und Reiter zu nennen sind doch kein Kriterium...

Nachdem ich heute den ganzen Kuc durchgeblättert habe und mir die
Lobhudelei (in diesem wirklich netten Buch) jetzt ein bisschen zu den
Ohren rauskommt (wenn alles so toll gewesen wäre müsste ZEISS-Ikon
und nicht CANON heute Nr.1 der Camerahersteller sein) fand ich die
Website des Henry Scherer sehr informativ, auch wenn mich die Fülle
der technischen Details schier erschlägt, und ich mir auch keinerlei
Wertung zutraue. Aber "Geschwätz" (gar leeres) sehe ich da nicht.

Wenn ein Reparateur dem Interessenten versucht technische
Zusammenhänge nahezubringen, dann finde ich das immer lobenswert -
gerade in Amerika wo man oft meint eine "CLA" sei doch für 50-100
Dollar erledigt und dann müsse die Camera wieder wie neu sein... und
man sollte nicht unbedingt hinterfotzigen Motive argwöhnen. Andere
verzichten ja bewusst drauf, nach dem Motto "denn Kunden immer hübsch
im Dunklen lassen... mir sin die Expedde" (wie man bei uns sagt). Auch
auf diese Weise kann man hohe Summen fordern..!

400 EUR, Freudenhauspreise.. was auch immer, dass eine Contarex nicht
zum Billigpreis zu überholen ist, bestätigt Ralf ja auch und ist mir
selbst klar. Bei einer Camera mit gewissem Sammlerwert ja kein
Todesurteil...

Zumal finde ich Scherers Seite gut da es über die Contarex im Internet
sonst wenig Gehaltvolles zu lesen gibt..! Und das ist doch schade für
eine der komplexesten Konstruktionen die es je gab!

Ralf, Deine 1.Hand-Infos fand ich (trotzdem) hochinteressant. Vielen
Dank und ich denke dass sie mir bei Auswahl und Kaufentscheidung
hilfreich sein werden--- :-)

Gruss Frank
Ralf R. Radermacher
2005-07-22 23:28:16 UTC
Permalink
Post by Frank Mechelhoff
Wenn ein Reparateur dem Interessenten versucht technische
Zusammenhänge nahezubringen, dann finde ich das immer lobenswert
Na komm, die Contarex ist laut ihm schon deshalb keine professionelle
Kamera, weil man mit ihr Diafilme nicht auf 1/10 Bendenstufen genau
belichten kann.

Und sowas soll man ernst nehmen?

Ralf
--
Ralf R. Radermacher - DL9KCG - Köln/Cologne, Germany
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Frank Mechelhoff
2005-07-22 23:52:46 UTC
Permalink
Wer das mit einem Selenbelichtungsmesser anstrebt, dem ist nicht zu
helfen...
Lass die Amis doch ein bisschen übertreiben, ich mag sie trotzdem...
ausserdem, "professionelle" Besitzer (Profifotografen) hatte die Camera
wirklich kaum... wie sogar der Kuc an einer der paar kritischen Stellen
bemerkt :-) die fühlten dass sie sich auf das simple, werkzeughafte
einer Nikon F eher verlassen konnte...

Frank
Ralf R. Radermacher
2005-07-23 00:11:04 UTC
Permalink
Post by Frank Mechelhoff
Wer das mit einem Selenbelichtungsmesser anstrebt, dem ist nicht zu
helfen...
Der soll mir überhaupt mal eine Kamera zeigen, die er auf eine
Zehntelblende genau einstellen kann. Aber egal.
Post by Frank Mechelhoff
ausserdem, "professionelle" Besitzer (Profifotografen) hatte die Camera
wirklich kaum...
Sie ist wohl in größeren Mengen bei Instituten, Behörden, Polizei usw.
im Einsatz gewesen. Dies nicht zuletzt wegen das ganzen Mikroskopie- und
Nahaufnahmezubehörs. Auch die Beschriftungseinrichtung soll dabei eine
Rolle gespielt haben.

Ansonsten war sie in der Tat eher ein edles Spielzeug für Leute mit
zuviel (Schwarz-) Geld. Das wußte man wohl auch bei Zeiss-Ikon.

Ralf
--
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Frank Mechelhoff
2005-07-23 11:07:58 UTC
Permalink
"Sie ist wohl in größeren Mengen bei Instituten, Behörden, Polizei
usw.
im Einsatz gewesen. "

Hm, vielleicht ist es dazu schon 10 Jahre zu spät, aber vielleicht
findet man von denen noch welche auf Behördenauktionen, wenn die ihr
Zeug ausmustern? (aber wahrscheinlich erst wenn's total kaputt ist)

"Ansonsten war sie in der Tat eher ein edles Spielzeug für Leute mit
zuviel (Schwarz-) Geld. Das wußte man wohl auch bei Zeiss-Ikon."

Bestimmt. Aber wie kann man später klagen dass sie nicht mehr gekauft
haben, wenn man bloß für die paar produzierte die sie von der Steuer
absetzen konnte??

Ich hab deutsche Kameras noch nicht aufgegeben und letzte Nacht eine
Rolleiflex 35 ersteigert.. das einzige Modell "made in Germany" mit
Offenblendmessung: Schön, leicht, und viel zu spät... :-( und
natürlich auch ein bißchen teurer als ne Spotmatic-F aber dafür auch
mit Zeiss Glas
Die Rolleiflexe SL haben ja leider auch nicht den besten Ruf
mechanischerseits. Ich hoffe meine tuts noch...

Gruss, Frank
Ralf R. Radermacher
2005-07-23 11:11:00 UTC
Permalink
Post by Frank Mechelhoff
Bestimmt. Aber wie kann man später klagen dass sie nicht mehr gekauft
haben, wenn man bloß für die paar produzierte die sie von der Steuer
absetzen konnte??
Eben nicht von der Steuer. Darum ging es doch gerade... ;-)

Ralf
--
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Frank Gosebruch
2005-07-22 13:18:43 UTC
Permalink
Post by Frank Mechelhoff
Gibt es besondere Dinge in der Mechanik die typischerweise aufgeben?
Wenn die Objektive mit Gewalt falsch eingesetzt wurden, kann es sein,
daß die Kopplung zur Belichtungsmesser-"Blende" dejustiert oder sogar
ausgefressen wurde (sehr, sehr aufwendige Reparatur!).
Die Selenzelle im Bullauge solltest Du genauestens prüfen.
Post by Frank Mechelhoff
Und noch eine Frage zur Historie hab ich, aber zur ICAREX, über die
sich Kuc leider ausschweigt... offensichtlich ist sie einfacher, es
gibt viele Ähnlichkeiten, obwohl es sich um eine
Voigtländer-Konstruktion gehandelt zu haben scheint(?)
Ist praktisch baugleich mit der späteren Voigtlaender VSL1.
Post by Frank Mechelhoff
Ich hatte kurz
mal eine (TM), auf der stand Zeiss-Ikon/ Voigtländer - hab sie aber
schnell wieder verkauft weil ich sie viel zu groß fand (mit M42,
Arbeitsblendenmessung - das können meine Spotmatics besser)
Hatte die andere (BM) dasselbe Bajonett wie die Contarex - wenn nein,
warum nicht, vom selben Hersteller?
Nein! Die CONTAX hatte ihr Bajonett, die CONTAREX ihres, die ICAREX
ihres, usw.
Warum? Aus Arroganz! Damit jeder Kamerakunde sich seine Objektive gleich
mit kauft, auch wenn er innerhalb der Marke das Modell wechselt.
Zeiss-Ikon kann ja niemals pleite gehen...
Post by Frank Mechelhoff
Wenn sie einfacher war als die Contarex war sie bestimmt auch billiger,
warum wurde sie dann nicht besser verkauft?
1.
Versuche bei einer ICAREX den Belichtungsmesser einzuschalten. Es ist
der stabförmige Schieber links unter dem Objektiv am Bajonett.
Stelle an deinem Tessar Blende 16 ein und schaue durch den Sucher.
Die hatten 1971 tatsächlich noch in einer Neukonstruktion eine
Arbeitsblendenmessung!!!
Naja, versuche dann mal mit dem Schnittbild scharf zu stellen.

2.
Versuche mal die Einstellscheibe zu wechseln (4 Schrauben!). Das geht
allerdings nicht beim Modell ICAREX 35S.

3.
Weder Blende (Arbeitsblendenmessung) noch Belichtungszeit sind nicht mit
dem Beliaufsatz (ICAREX 35CS) gekoppelt.

4.
Stelle auf 1/2 Sek und löse im Wald aus. Sämtliche Fauna wird den Wald
sofort verlassen.

5.
Der Preis. Allein das 4.0/135mm hat damals 635,-DM gekostet.

6.
Du hattest doch eine, erinnere Dich mal an das Gewicht von dem Brocken!

Mein Tip: Nur was für die Vitrine!
Gruß
--
Frank Gosebruch
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*@fernuni-hagen.de)
Winfried Buechsenschuetz
2005-07-22 16:00:18 UTC
Permalink
Post by Frank Gosebruch
Nein! Die CONTAX hatte ihr Bajonett, die CONTAREX ihres, die ICAREX
ihres, usw.
Warum? Aus Arroganz! Damit jeder Kamerakunde sich seine Objektive gleich
mit kauft, auch wenn er innerhalb der Marke das Modell wechselt.
Zeiss-Ikon kann ja niemals pleite gehen...
Wirgin (Hersteller der Edixa-SLRs) hat es mit dieser Methode (Wechsel
von M42 zu - natürlich eigenem - Bajonett, damit kein Altkunde seine
Objektive weiterbenutzen kann) geschafft.

Bei Zentralverschluß-SLRs gab es das sog. Compur-Bajonett - von
Zeiss-Ikon, Voigtlaender (als sie noch nicht zu Zeiss-Ikon gehörten),
Kodak und Braun benutzt, aber jedesmal anders. In vielen Fällen läßt
sich allerdings mit der Feile Kompatibilität herstellen.

Winfried Büchsenschütz

Winfried Büchsenschütz
--
Immer auf dem aktuellen Stand mit den Newsgroups von freenet.de:
http://newsgroups.freenet.de
Frank Mechelhoff
2005-07-22 14:28:43 UTC
Permalink
..ich weiss ..814g.. deswegen hab ich die Icarex auch verkauft.. das
SMC-Takumar 1.4/50 sah zierlich an ihr aus... obwohl sie eine hübsche
Camera ist, selbst für einen Pentax-Fan wie mich... aber die
Contarex-I ist was anderes... sie hat schon einen historischen Wert.
Sie ist einerseits wirklich innovativ: gekuppelter Belichtungsmesser
mit "Offenblendmessung" - wenn man das so nennen kann ohne TTL - und
das ja mehr eine Spielerei war, als es richtig gut funktioniert haben
könnte mit dem "Abblenden" der Selenzelle. Mich würde interessieren
ob diesem Belichtungsmesser wirklich jemand vertraut hat selbst mit
Farbnegativfilm.. (Ralf, Du, falls Du mitliest?)

Nirgendwo zeigt sich aber auch mehr ingenieursmässiger Größenwahn..!
Das technisch machbare, egal was es kostet, wie es aussieht, wie
umständlich es ist... und egal ob es jemand kaufen will... was ich
allein auf der website dieses Amerikaners lese, was Zeiss-Ikon alles
machen musste um die Leitz-Patente zu umgehen..!
Und dann war Camerafertigung in Deutschland plötzlich unrentabel weil
der Deutsche Arbeiter zu viel kostet..? Dass ich nicht lache!

Wenn ich jetzt lese wieviele der Cameras kaputt gingen obwohl es doch
die besten der Welt waren, angeblich.. OK natürlichen gehen Spotmatics
auch kaputt, nach 40 Jahren -- hat der "japanische Schrott" irgendwie
lange gehalten..! Und dann ist es eigentlich nur der Schlitzverschluß,
den kann man durchaus für 200-300 USD erneuern, nur lohnt das nicht
weil es noch zuviele Kameras gibt die funktionieren! - sie deshalb
weniger wert sind.... Aha! .. Und meine Canon 7, Asahi Pentax H2 (beide
1959) laufen ja auch wie am ersten Tag, alles was man einstecken haben
muss ist ein Handbelichtungsmesser...

Aber wie sollte ich als Deutscher Sammler zufrieden sein ohne *eine*
wirklich gute deutsche Camera, die denen das Wasser reichen kann --
ohne dafür gleich zum Leicaisten zu werden :-)
Nicht dass ich etwas gegen Leica habe, ich hab schon mehrmals mit 'ner
"User"-M4-2 oder M6 geliebäugelt.. aber selbst dann guck ich immer was
ne neue Bessa R3A kostet und meine innere Stimme sagt mir "warte auf
die ersten Berichte der neuen Zeiss-Ikon ZM"....
Vielleicht sucht man ja immer nach sowas wie dem "heiligen Gral" als
Sammler - und wie man weiß ist das eine vergebliche Suche, obwohl sie
sehr anspornt.. für manche ist das die M3, für SLR-Fans vielleicht
die Contarex... der "Mercedes unter den Cameras" selten so gelacht wie
ich das gelesen hab.. aber vielleicht haben die Deutschen auch nur eine
einzige wirklich gute SLR nach 1960 gebaut, viiiel zu spät (1974), von
Rollei...

Dass die Bajonette alle verschieden waren Anfang der 70'er, ist ja
fürchterlich... ZEISS wird sich gefreut haben... und viel mehr noch,
Pentax, Minolta und Nikon...

Gruss, Frank
Frank Gosebruch
2005-07-23 12:58:55 UTC
Permalink
aber vielleicht haben die Deutschen auch nur eine einzige wirklich gute
SLR nach 1960 gebaut, viiiel zu spät (1974), von Rollei...
Welche Rollei meinst Du, die SL35?
Also meiner bescheidenen Meinung nach war auch danach noch die SL2000
von 1980 eine revolutionäre und auch technisch interessante Kamera.
Ich halte sie noch immer für ein weit unterschätztes echtes Sahnestückchen.
Zwei Sucher hatte zwar auch früher schon die Ricoh TLS401, aber mit
Blitz konnte man nicht mehr reinschauen; Magazine hatte schon die
Contarex; Motor schon die Konica FS-1 (oder war die später?).
In der Summe aber gab's das sonst nirgens, jedenfalls nicht für KB.
Gruß
--
Frank Gosebruch
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Frank Gosebruch
2005-07-23 13:06:09 UTC
Permalink
Post by Frank Gosebruch
Also meiner bescheidenen Meinung nach war auch danach noch die SL2000
von 1980 eine revolutionäre und auch technisch interessante Kamera...
Obwohl, kam die herstellungstechnisch nicht auch aus Werk in Singapur?
--
Frank Gosebruch
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*@fernuni-hagen.de)
Roman J. Rohleder
2005-07-24 21:23:09 UTC
Permalink
Post by Frank Gosebruch
Post by Frank Gosebruch
Also meiner bescheidenen Meinung nach war auch danach noch die SL2000
von 1980 eine revolutionäre und auch technisch interessante Kamera...
Obwohl, kam die herstellungstechnisch nicht auch aus Werk in Singapur?
IIRC nicht - die kam "so richtig" erst nach dem Konkurs durch die
Rollei Fototechnic auf den Markt.

Gruss, Roman
--
The decisive moment?
That's when Cartier-Bresson pointed to a frame on his
contact sheet and said,'Print that one.'
(Alan Zenreich)
Frank Gosebruch
2005-07-25 06:42:33 UTC
Permalink
Post by Roman J. Rohleder
Post by Frank Gosebruch
Obwohl, kam die herstellungstechnisch nicht auch aus Werk in Singapur?
IIRC nicht - die kam "so richtig" erst nach dem Konkurs durch die
Rollei Fototechnic auf den Markt.
Danke Roman,
seinerzeit hatte ich mir einen gebrauchten "Testkoffer" vom Fotohändler
gekauft; eine komplette Ausrüstung von Rollei zum Testen der SL 2000F.
Das Teil war eigentlich nicht für den Verkauf gedacht, sondern wurde an
gute Stammkunden während einer Testphase verliehen.
Bei mir steht unten drauf "made in Singapore"; wie das dann später lief
mit der Herstellung habe ich nicht mehr mitgekriegt.
Allerdings steht auf den Objektiven z.T. "made by Rollei" und auf
anderen "made in germany".
Schönen Gruß
--
Frank Gosebruch
(kann emails nur direkt beantworten, wenn ebenfalls mit account von
*@fernuni-hagen.de)
Dieter Lefeling
2005-07-23 22:22:57 UTC
Permalink
Frank Gosebruch schrieb:

[ SL 2000 F]
Post by Frank Gosebruch
Zwei Sucher hatte zwar auch früher schon die Ricoh TLS401,
Mit anderen Kameras hatte man sogar mehr als zwei moegliche. <8)
Post by Frank Gosebruch
aber mit
Blitz konnte man nicht mehr reinschauen; Magazine hatte schon die
Contarex; Motor schon die Konica FS-1 (oder war die später?).
Wie man's nimmt: die FS-1 kam 1978 auf den Markt und war die erste
serienmaessige KB-SLR mit integriertem Winder. Die Rollei kam erst zur
Photokina 1980, aber schon zur Messe 1976 hatte man ein Modell dieser
Kamera vorgestellt. Damals munkelte man sogar von Mehrfachautomatik.
Ist dann aber erstmal nichts draus geworden - Rollei hatte mal wieder
irgendwelche Probleme.

Dieter
--
Suche: Canon Standard-Prismensucher FN (nicht AE-FN) fuer new F-1.
Gebrauchsspuren kein Problem, solange Optik sauber und Mechanik 100% ok.
Frank Gosebruch
2005-07-25 08:01:49 UTC
Permalink
Post by Dieter Lefeling
[ SL 2000 F]
Post by Frank Gosebruch
Zwei Sucher hatte zwar auch früher schon die Ricoh TLS401,
Mit anderen Kameras hatte man sogar mehr als zwei moegliche. <8)
Stimmt natürlich; ich meinte auch "bereits ins Gehäuse eingebaute" Sucher.
Post by Dieter Lefeling
Post by Frank Gosebruch
Motor [hatte] schon die Konica FS-1 (oder war die später?).
Wie man's nimmt: die FS-1 kam 1978 auf den Markt und war die erste
serienmaessige KB-SLR mit integriertem Winder. Die Rollei kam erst zur
Photokina 1980, aber schon zur Messe 1976 hatte man ein Modell dieser
Kamera vorgestellt. Damals munkelte man sogar von Mehrfachautomatik.
Ist dann aber erstmal nichts draus geworden - Rollei hatte mal wieder
irgendwelche Probleme.
Die Besitzer von SL35 und Cie wären zurecht etwas sauer geworden, wenn
plötzlich zwei Objektivsysteme (wegen Blendenübertragung/
Mehrfachautomatik) notwendig geworen wären.
Das Teil, daß 1976 in Köln bei Rollei auf dem Tisch stand, war noch
nicht funktionstüchtig und wog mehr als ein Kilo, sah auch noch ein
bißchen anders aus.

Nee im Ernst, ursprünglich ging es ja drum, wie Zeiss-Ikon hopps ging,
und warum sich Innovation nicht unbedingt immer auszeichnet (Contarex).
Dazu paßt sehr schön der thread "Sanierung bei Leica steht auf der Kippe".

Ich halte die SL 2000F schon für eine bedeutsame Innovation, die (fast)
alles am Markt verfügbare in einem Gehäuse vereint hatte. Das besondere
Design der Kamera war in der Werbung aber eher hinderlich, weil die
Leute die Kamera dazu in die Hand hätten nehmen müssen, um es zu würdigen.
Manche haben wohl vermutet, es sei eine Mittelformat-Kamera.

Ich hätte mir damals die SL 2000F neu zu dem Preis auch nicht gekauft,
wenn da unten drunter "made in Singapore" steht.
Wenn mutig und innovativ, dann aber bitte auch konsequent.
Gruß
--
Frank Gosebruch
(kann emails nur direkt beantworten, wenn ebenfalls mit account von
*@fernuni-hagen.de)
Frank Mechelhoff
2005-07-25 09:36:52 UTC
Permalink
"Die Besitzer von SL35 und Cie wären zurecht etwas sauer geworden,
wenn
plötzlich zwei Objektivsysteme (wegen Blendenübertragung/
Mehrfachautomatik) notwendig geworen wären."

Aber diese Bajonettmodifikation war doch allgemein üblich und wurde
von den meisten Herstellern abwärtskompatibel verwirklicht. D.h. wer
alte Objektive hatte konnte sie auf ihre Art nutzen. Beispiel: Zeiss
C/Y-mount mit MM (Blendenautomatik) und ohne... das schlägt sich heute
nicht mal mehr in den Gebrauchtpreisen großartig nieder...

Rollei hats auch gemacht:
http://www.rolleiclub.com/rollei/sl35/lenses/qbm.htm

Gruss, Frank
Frank Gosebruch
2005-07-25 10:10:22 UTC
Permalink
Post by Frank Mechelhoff
"Die Besitzer von SL35 und Cie wären zurecht etwas sauer geworden,
wenn
plötzlich zwei Objektivsysteme (wegen Blendenübertragung/
Mehrfachautomatik) notwendig geworen wären."
Aber diese Bajonettmodifikation war doch allgemein üblich und wurde
von den meisten Herstellern abwärtskompatibel verwirklicht. D.h. wer
alte Objektive hatte konnte sie auf ihre Art nutzen. Beispiel: Zeiss
C/Y-mount mit MM (Blendenautomatik) und ohne... das schlägt sich heute
nicht mal mehr in den Gebrauchtpreisen großartig nieder...
http://www.rolleiclub.com/rollei/sl35/lenses/qbm.htm
Hmmm,
ganz so einfach war das mit dem C/Y-Bajonett für Yashica damals aber
auch nicht.
Zwar war mit Erscheinen der Yashica FR und der Contax RTS klar, daß das
Bajonett für nachfolgende Modelle auch eventuelle Blendeninformationen
zurück melden muß, auch wenn die das am Anfang noch nicht hatten.
Das war aber in Konsequenz technisch nur durch eine völlige
Neukonstruktion möglich, was ja auch geschah.
Die Vorgängerin Yashica TL electro hatte IMHO noch eine andere
Objektivkopplung.
Die Modififation MM wäre beim alten Objektivanschluß für die TL electro
so nicht möglich gewesen.
Daß Rollei den Schnitt (wo es technisch ja möglich war) nicht gemacht
hatte, lag wohl daran, den Kunden, die gerade eine 35 oder 350 gekauft
hatten, die Objektive nicht zu "entwerten" (nur meine unbegründete
Spekulation).
Ob tatsächlich auch die technischen Vorrausetztungen für eine
Blendenautomatik im Haus Rollei vorhanden waren, weiß ich nicht. Müßte
uns ein Rollei-Spezialist aber doch sagen können.
Gruß
--
Frank Gosebruch
(kann emails nur direkt beantworten, wenn ebenfalls mit account von
*@fernuni-hagen.de)
Frank Mechelhoff
2005-07-25 16:59:30 UTC
Permalink
Da die Yashica TL Electro M42 hat - zumindest laut Karen Nakamura auf
ihrer sehr klugen Site - wäre in Übergang zu C/Y-Mount tatsächlich
etwas schwierig. Andere M42-Hersteller wie Pentax bemühten sich ja um
einen weniger schmerzhaften Schnitt.

Das dürfte aber daran liegen dass Yashica, wie andere Japanische
Hersteller auch, in der Zeit große Probleme bekam und irgendwie vom
Kyocera Konzern geschluckt wurde. Die oktroyierten Ihnen das
C/Y-Bajonett (für die Contax RTS) auf.

Gruss Frank
Frank Mechelhoff
2005-07-24 10:38:43 UTC
Permalink
ich meine die SL-350, mit Offenblendmessung. Sie war der ernsthafte
Versuch, mit den Japanern gleichzuziehen (Spotmatic-Klasse) und den
Wettbewerb wieder aufzunehmen. Nicht in irgendwelchen Nebennischen
sondern der Hauptfront. Ich hab mir gestern eine ersteigert und bin
gespannt...

Dass man an diesem kleinen Gehäuse nicht weiterentwickelt hat, sondern
stattdessen das Ungetüm VSL-1 gebaut hat (Icarex-Verschnitt!) war ein
unverzeihlicher Fehler.

An die SL-2000 kann ich mich noch erinnern als sie neu war - ich wär
nicht auf die Idee gekommen, mein Geld für die zu sparen. Sie war
außergewöhnlich vom Design her, mag sein, aber zu welchem Nutzen? Wo
bitte liegt das technisch revolutionäre? "Zwei Sucher" (gleichzeitig)
hat auch die Asahiflex 1952 :-) braucht das etwa irgendjemand? Für
mich ist die SL-2000 ein Nagel zu Rolleis Sarg... 4800 Stück gebaut,
mehr hat sie auch nicht verdient.

Ich kann mich aber noch gut an die Rolleiflex SL-35 E erinnern, die hat
mir damals sehr gut gefallen... aber wegen des QBM-Bajonetts nicht
gekauft. Und als zuverlässig galt sie schon damals nicht... leider!

Gruss Frank
Ralf R. Radermacher
2005-07-24 10:57:04 UTC
Permalink
Post by Frank Mechelhoff
Dass man an diesem kleinen Gehäuse nicht weiterentwickelt hat, sondern
stattdessen das Ungetüm VSL-1 gebaut hat (Icarex-Verschnitt!) war ein
unverzeihlicher Fehler.
Verschnitt...? Gab es da überhaupt Unterschiede?
Post by Frank Mechelhoff
An die SL-2000 kann ich mich noch erinnern als sie neu war - ich wär
nicht auf die Idee gekommen, mein Geld für die zu sparen. Sie war
außergewöhnlich vom Design her, mag sein, aber zu welchem Nutzen?
Die SL-2000 war, wenn man so will, von den Funktionen her der einzige
Ersatz, den es je für die Contarex gegeben hat. Kleinbild,
Wechselmagazine, Zeiss-Objektive.

Wenn dieser Murks nicht so unzuverlässig wäre, gäbe es in diesem
Haushalt schon länger keine Contarex mehr.

Ralf
--
Ralf R. Radermacher - DL9KCG - Köln/Cologne, Germany
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Contarex - Kiev 60 - Horizon 202 - P6 mount lenses
Frank Mechelhoff
2005-07-24 16:21:54 UTC
Permalink
Stimmt, die Wechselmagazine hab ich vergessen... Naja wenn die ganze
Camera soviel kostet wie 5 normale Bodies braucht man die auch...
trotzdem war es doch 1981 wo Rollei in Konkurs ging, und anstatt dass
sie eine optisch gefällige Camera wie die SL-350 weiterentwickelt
hätten... Nein, man versucht die ganze SLR wieder neu zu erfinden, und
wenn es dann kaum einer kauft, reagiert man genausowenig wie 15 Jahre
vorher bei Zeiss-Ikon.

Und bei den geringen Stückzahlen, die man dann quasi in Handarbeit
gefertigt hat, mit 1/10 der Belegschaft von vorher, hätte man doch
annehmen müssen dass auch die Qualität dem Preis entsprochen
hätte...

Ích wünsch Dir dass Deine Contarex noch lange hält.

Frank
Ralf R. Radermacher
2005-07-24 17:50:50 UTC
Permalink
Nein, man versucht die ganze SLR wieder neu zu erfinden...
Hätte man es nicht getan, hätten Du und andere gleich wieder den Mangel
an Innovation bemeckert. Es allen recht zu machen... ;-)

Ralf
--
Ralf R. Radermacher - DL9KCG - Köln/Cologne, Germany
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Frank Mechelhoff
2005-07-24 18:50:35 UTC
Permalink
..aber nein. Also wem 1980 nicht klar war dass die 35mm-SLR ihre Form
gefunden hatte und das es da nichts grossartiges mehr zu verbessern
gab... Innovation ist doch mehr als nur neue Verpackungen zu erfinden!
Aber hätten sie Autofocus drin gehabt..! :-)

Gruss Frank
Frank Gosebruch
2005-07-25 06:18:31 UTC
Permalink
Post by Frank Mechelhoff
..aber nein. Also wem 1980 nicht klar war dass die 35mm-SLR ihre Form
gefunden hatte und das es da nichts grossartiges mehr zu verbessern
gab... Innovation ist doch mehr als nur neue Verpackungen zu erfinden!
Aber hätten sie Autofocus drin gehabt..! :-)
Frank,
ab hier kann ich Dir wirklich nicht mehr folgen.
Die SL 2000 F und auch ihr 3000-er Nachfolger (den ich leider nicht
habe) sind nicht nur einfach ein Design-Irrtum von Rollei.
In der Tat hätten sich damals (Modetrend), kurz nach der Minolta XD-7
und der Canon A-1 alle Fachjournalisten einen Mehrfachautomaten
gewünscht, was aber bei Rollei an der fehlenden Blendenkupplung der
Objektive scheiterte - man wollte ja eben gerade kein neues
Objektivsystem herausbringen.

Und von Autofocus hat ernsthaft damals wirklich niemand gesprochen; nach
dem NIKON F2 Prototypen mit 80er Autofocus 1971 in Chicago hat es
immerhin damals auch nochmal zwölf Jahre bis zur marktreifen F3AF gedauert.

Wenn Du mal Gelegenheit hast, schau Dir die SL 2000F mal aus der Nähe an
und wechsele die Magazine oder schau durch den Lichtschacht.
Schau Dir auch mal die Rückspul-"KURBEL" an (ok, ok, woanders ging das
auch schon elektrisch).
Ich finde, man kann sehr unauffällig und leise aus der Brust mit ihr
arbeiten und hat immer (auch mit Lichtschacht!) TTL und
Aufsteckblitz-Möglichkeit.
Meine hatte nie irgendwelche Macken oder hat gesponnen.
Ich bewundere Rollei für den Mut, den sie mit der Kamera bewiesen haben.
Daß sie am Markt nicht gewürdigt wurde, liegt z.T. an Modetrends und am
hohen Preis.

Die Objektive sind auch erste Sahne, passen aber sonst an keine meiner
Kameras. Hat jemand eine Ahnung, welcher Kamerahersteller das Bajonnett
noch verwendet hat?
Gruß
--
Frank Gosebruch
(kann emails nur direkt beantworten, wenn ebenfalls mit account von
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Jochen
2005-07-25 23:26:34 UTC
Permalink
Post by Frank Gosebruch
Die Objektive sind auch erste Sahne, passen aber sonst an keine meiner
Kameras. Hat jemand eine Ahnung, welcher Kamerahersteller das Bajonnett
noch verwendet hat?
Gruß
Sie passen auch an die Voigtlaender VSL-2 und 3.
mfg
jochen
Frank Mechelhoff
2005-07-26 11:12:56 UTC
Permalink
"Hat jemand eine Ahnung, welcher Kamerahersteller das Bajonnett
noch verwendet hat? "

An alle KB-SLRs des Rollei-Konzerns (dazu gehörte bis zum Konkurs 1981
auch Voigtländer), beginnend mit der Rolleiflex SL-35 (1970) bis hin
zur 3003, mit Ausnahme der Voigtländer VSL-1 TM (die hatte M42 und war
eigentlich eine Zeiss-Ikon SL706= letzte Icarex-Variante mit
Offenblendmessung). Das Bajonett ist abwärtskompatibel.

Inwieweit es dem ursprünglichen Zeiss-Ikon "Icarex-BM" ähnlich war,
und ob da Verwandschaft besteht, kann ich allerdings nicht sagen. Die
Icarex die ich hatte, war eine TM.

Gruss Frank

Ralf R. Radermacher
2005-07-24 17:53:41 UTC
Permalink
Post by Frank Mechelhoff
Ích wünsch Dir dass Deine Contarex noch lange hält.
Danke verbindlichst. Wenn alles klappt, hab ich in einigen Tagen eine
Super. :-)

Ralf
--
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Frank Mechelhoff
2005-07-24 18:52:33 UTC
Permalink
Falls bei ebay ersteigert, drück ich Dir die Daumen :-)
Ralf R. Radermacher
2005-07-24 19:03:27 UTC
Permalink
Post by Frank Mechelhoff
Falls bei ebay ersteigert, drück ich Dir die Daumen :-)
Ausnahmsweise nicht. Ich hatte sie sogar schon in der Hand. Dabei hat
sich ein kleines Problem gezeigt, das der Verkäufer jetzt noch schnell
reparieren läßt, bevor ich sie bekomme.

Ralf
--
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Frank Kemper
2005-07-25 07:05:21 UTC
Permalink
Post by Frank Mechelhoff
An die SL-2000 kann ich mich noch erinnern als sie neu war - ich
wär nicht auf die Idee gekommen, mein Geld für die zu sparen.
Sie war außergewöhnlich vom Design her, mag sein, aber zu
welchem Nutzen? Wo bitte liegt das technisch revolutionäre?
Sie hatte nicht nur 2 Sucher, sondern auch Film-Wechselmagazine und
einen eingebauten Winder, als dies noch längst nicht üblich war.
Post by Frank Mechelhoff
Für mich ist die SL-2000 ein
Nagel zu Rolleis Sarg... 4800 Stück gebaut, mehr hat sie auch
nicht verdient.
Einerseits magst Du damit recht haben. Andererseits kann die deutsche
Kameraindustrie nicht damit überleben, mit deutschen
Stundenlöhnen Kameras zu bauen, die die Japaner genauso, aber
billiger in China bauen lassen. Ein klangvoller Name wie Rollei,
Leica oder Contax mag da ein bisschen bringen, aber eben nur ein
bisschen. Und so, wie der Name Rollei im Moment verschleudert wird
(es gibt sogar MP3-Memorysticks mit Rollei-Logo), zählt das auch
nichts mehr.

Frank
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Citroen - Made in Trance
Frank Mechelhoff
2005-07-25 08:52:05 UTC
Permalink
Naja, das Lied von den ach zu hohen Deutschen Stundenlöhnen wurde ja
schon seinerzeit gern angestimmt (heute schon wieder), aber das
Hauptproblem weshalb den Deutschen Cameraherstellern in den späten
60ern der Absatz in der Mittelklasse wegbrach, lag doch daran dass sie
nicht nur *teurer* gewesen sind - das hätten große Teile des Marktes
für "Made in Germany" noch akzeptiert, wie sie es in den frühen 60ern
auch noch taten - sondern auch noch *technisch hinterherhingen*! Und
beides zusammen ist in einem transparenten Markt tödlich. Also lag die
Schuld doch eher bei Ingenieuren und Marketing.

So hat das ehemalige Mittelklasse-Modell Contaflex (obwohl 1953 als
einer der ersten mit Springblende technisch gut im Rennen) bis zur
Produktionseinstellung niemals einen Rückschwingspiegel bekommen! Kein
Wunder dass sie niemand mehr haben wollte...

Die Icarex, irgendwo als Nachfolger der Contaflex angesiedelt, gab zwar
endlich den unseligen Zentralverschluß auf - mit der zwangsläufigen
Folge viel zu lichtschwacher Wechselobjektive - bekam andererseits
nicht das Contarex-Bajonett, das zwar teurer gewesen wäre (vermutlich
nicht viel) aber ohne weiteres TTL-Offenblendmessung ermöglicht
hätte. Aber man dachte man könne für 800 DM eine Camera mit
Arbeitsblendenmessung verkaufen. Also eine Generation zurück UND
teurer! Außerdem gab es keinen Mittenkontakt, die Camera war viel zu
schwer und wirkte (gegen die Japaner) klobig und unelegant.

Und aus unerfindlichen Gründen gab Rollei sein "eigenes" Design (erste
SL-35) auf, und baute dieses Design, was bereits 3 Jahre vorher am
Markt versagt hatte, auch noch weiter (VSL-1)

Man darf nicht vergessen: nicht nur Deutsche, sondern auch Japanische
Hersteller gingen in den frühen 70'ern ein weil sie die
Herausforderungen (Offenblendmessung, Miniaturisierung) nicht packten:
Miranda ging ein, Canon schrappte knapp am Konkurs vorbei (Ihr erinnert
Eich an die klobigen FTb-Kisten?) Gleichzeitig stieg aber eine Firma
wie Olympus am Herstellerhimmel steil auf, und weshalb: ihre Cameras
waren technisch auf dem modernsten Stand, klein-kompakt *und*
zuverlässig. Das war die *Pflicht*, die Deutschen Hersteller bzw.
deren Ingenieure hatten aber nur die Kür im Auge..!
Und das auch nur für die Spiteznmodelle zu exorbitanten Preisen... Das
ganze auf die hohen Arbeitslöhne zu schieben halte ich für unkorrekt
und unfair. Schließlich waren die Cameras im Verhältnis zur Kaufkraft
der 50'er Jahre sehr viel billiger geworden.. aber die Kunden waren
auch gut informiert und anspruchsvoll. Sie schauten durchaus nicht nur
nach "billig" wie heutzutage. Sie wollten technisch hochwertige
Produkte zu einem akzeptablen Preis.

Noch ein einfaches Beispiel: die schwarzen Objektive. Die ersten
Objektive mit schwarz anodiserter Leichtmetallfassung kamen aus Japan
(ab 1956). Die Idee dahinter war, die oberen Teile der Fassung statt
aus schwerem Messing aus Leichtmetall zu bauen um Gewicht zu sparen
(Handhabungsvorteil). Diese Teile mussten dann anodisiert werden damit
die Oberflächen nicht angegriffen wurden (wie bei manchen Zeiss Jena
Objektiven). Kostengünstiger war diese Produktionsweise sicherlich
nicht. Die inneren Teile der Fassung bestanden immer noch aus haltbarem
Messing. Die Kunden erkannten diese Vorzüge sofort, außerdem wirkte
schwarz neu, cool und professionell. Die Amis schwören bis heute
drauf. Um 1958, also nur 2 Jahre später, bauten Canon, Nikon und
Pentax ihr gesamtes Objektivprogramm in Schwarz. Eine enorme Umstellung
- Innovationen des optischen Designs fanden gleichzeitig ja auch noch
statt... Die Deutschen Hersteller widersetzten sich diesem Trend noch
lange erfolgreich, gaben aber schließlich nach. Zeiss-Ikon 1963. So
war das bei den meisten Innovationen die aus Japan stammten. Man war zu
eingebildet um sie ernstzunehmen.

Die Contarex spielt insofern eine tragische Figur in dem Spiel, dass
sie eben viel zu aufwendig konstruiert worden war, um jemals zu
kompakter Größe zu schrumpfen, und Trends wie TTL-Offenblendmessung
(1967) als richtig erkannt, dann aber in Modellen die den Markt nach
unten abrundeten (Icarex) nicht umgesetzt wurden. Falsch war es nicht
die Contarex-I zu bauen, denn eine Idee muß immer am Markt erprobt
werden, sondern nicht konsequent umzusetzen was man aus den
Verkaufszahlen und der Kundenkritik lernte. Das aber muss zügig gehen.


Gruss Frank
Winfried Buechsenschuetz
2005-07-25 11:25:33 UTC
Permalink
Post by Frank Mechelhoff
Naja, das Lied von den ach zu hohen Deutschen Stundenlöhnen wurde ja
schon seinerzeit gern angestimmt (heute schon wieder), aber das
Hauptproblem weshalb den Deutschen Cameraherstellern in den späten
60ern der Absatz in der Mittelklasse wegbrach, lag doch daran dass sie
nicht nur *teurer* gewesen sind - das hätten große Teile des Marktes
für "Made in Germany" noch akzeptiert, wie sie es in den frühen 60ern
auch noch taten - sondern auch noch *technisch hinterherhingen*! Und
beides zusammen ist in einem transparenten Markt tödlich. Also lag die
Schuld doch eher bei Ingenieuren und Marketing.
Ein schönes Beispiel dafür liefert die Entwicklung der Edixa
electronica. Das sollte eigentlich der Rettungsanker für Wirgin werden,
nach den Flops mit dem Bajonett-Gewinde-Hin-und-Her mit der alten
Edixa-Reihe, die ohnehin technisch extrem veraltet war.

Es mußte also eine Kamera mit elektronisch gesteuertem Verschluß und
modernem Belichtungssystem her. Das alles gab es schon als OEM-Produkte
bei den Japanern (Copal und Sekonic haben div. Hersteller beliefert, der
Copal-Square-Metalllamellen-Verschluß läßt sich auch heute noch als
Komplettbaugruppe aus alten Cosinas etc. schön herausoperieren). Es gab
(alles lt. der Darstellung in Photo-Deal) auch Leute, die das
vorgeschlagen haben. Wurde aber vom Wirgin-Management abgelehnt. Man
ließ sich von Gauthier, die noch nie einen Schlitzverschluß gebaut
hatten, eine Sonderentwicklung machen (die komplett bezahlt werden
mußte, inkl. Prototypenkosten), und versuchte, eine eigene Elektronik zu
entwickeln.

Das Resultat ist bekannt: es wurden kaum welche von diesen Kameras
verkauft (unnötig zu erwähnen, daß sie den mittlerweile dritten
Edixa-Objektivanschluß hatten), und davon funktionieren heute nur noch
die wenigsten (im Neuzustand soll das auch nicht allzuhäufig der Fall
gewesen sein). Währenddessen wurde von Cosina und Chinon (die alle Copal
und/oder Sekonic drinne hatten) der Billigmarkt abgeräumt.

Waren da die Stundenlöhne schuld? Sicher, wenn man in einem
Hochlohn-Land unbedingt noch einige Räder neu erfinden will, die es
anderswo schon länger gibt, dann kann man sich anschließend drüber
beschweren, daß die Entwicklung zu teuer war. Daß sie von vornherein -
auch technisch - keinen Sinn machte, wird dann außer acht gelassen.

Wollnmer mal wetten, daß in den nächsten Jahren die deutschen
Autohersteller nochmal anfangen werden, einen Hybridmotor zu entwickeln,
und dann über die hohen Kosten klagen?

Winfried Büchsenschütz
--
Immer auf dem aktuellen Stand mit den Newsgroups von freenet.de:
http://newsgroups.freenet.de
Frank Kemper
2005-07-25 20:49:28 UTC
Permalink
Post by Winfried Buechsenschuetz
Waren da die Stundenlöhne schuld? Sicher, wenn man in einem
Hochlohn-Land unbedingt noch einige Räder neu erfinden will, die
es anderswo schon länger gibt, dann kann man sich anschließend
drüber beschweren, daß die Entwicklung zu teuer war. Daß sie von
vornherein - auch technisch - keinen Sinn machte, wird dann
außer acht gelassen.
Es steht außer Zweifel, dass eine Menge dummer Management-
Entscheidungen in den vergangenen Jahrzehnten dazu geführt haben,
dass deutsche Kamerahersteller in Schwierigkeiten kamen.
Andererseits: Welcher Kleinbild-Kamerahersteller, der nicht Canon
oder Nikon heißt, ist denn derzeit nicht in Schwierigkeiten?
Post by Winfried Buechsenschuetz
Wollnmer mal wetten, daß in den nächsten Jahren die deutschen
Autohersteller nochmal anfangen werden, einen Hybridmotor zu
entwickeln, und dann über die hohen Kosten klagen?
Die deutschen Autohersteller entwickeln schon längst Hybridantriebe.
Von Audi konnte man bereits von über 15 Jahren einen Hybrid-Antrieb
kaufen. Es hat ihn nur niemand gekauft. Toyota, einer der größten
Autohersteller der Welt, hat berits über 100.000 Hybridautos gebaut -
in einer Zeit, in der allein Toyota mindestens fünf Millionen andere
Autos gebaut hat. Toyota hat in Deutschland im ersten Jahr nach der
Markteinführung des Prius etwa 1700 Autos dieses Typs verkauft. VW
hat in derselben Zeit vermutlich das Hundertfache an Golf TDI
verkauft: Autos, in Europa wirtschaftlicher zu betreiben sind als der
Prius.

Mercedes wird vermutlich 2006 in den USA eine Hybrid-Version der S-
Klasse auf den Markt bringen. Weil es hip ist, nicht weil es Sinn
macht.

Frank
--
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Citroen - Made in Trance
Ralf R. Radermacher
2005-07-25 09:32:06 UTC
Permalink
[...sehr viel gescheites...]
Also lag die
Schuld doch eher bei Ingenieuren und Marketing.
Wenn man die hätte machen lassen, wäre vieles nicht passiert. In dieser
Zeit ist einiges entwickelt worden, das durchaus auf der Höhe der Zeit
war, aber nie auf den Markt kam.

Das größere Problem waren sicher die Unternehmensleitungen, in denen
ergraute Herrgötter wie Küppenbender (der Mann hatte Jahrzehnte früher
die Contax entwickelt) nach Gutsherrenart regierten, innovative Konzepte
in die Schublade verbannten und dafür Zentralverschlüsse befahlen, weil
man gerade zwei Hersteller dieser Dinger übernommen hatte.

Ralf
--
Ralf R. Radermacher - DL9KCG - Köln/Cologne, Germany
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Dietmar Belloff
2005-07-25 09:23:28 UTC
Permalink
Post by Frank Gosebruch
Also meiner bescheidenen Meinung nach war auch danach noch die SL2000
von 1980 eine revolutionäre und auch technisch interessante Kamera.
Ich halte sie noch immer für ein weit unterschätztes echtes Sahnestückchen.
Du meinst den ersten Würfel mit den KB-Wechselmagazinen? Ja, das Ding
hat mich damals auch sehr begeistert, allerdings waren solche Kameras
für mich als als armer Schüler zu dieser Zeit nur ein Traum, den man
beim Fotohändler (wenn er sie hatte) mal bewundern durfte.

Im Sucher fand man einen diagonalen Doppel-Schnittkeil, mit dem ich sehr
gut zurechtkam und der sonst nur in der Praktica B200 drinsteckte.
Post by Frank Gosebruch
Motor schon die Konica FS-1 (oder war die später?).
Interessantes Detail am Rande: Ich dachte immer, die Kompaktkameras mit
eingebautem Motor wäre eine Erfindung der Japaner gewesen, bis ich 1990
bei einem Besuch in Aschersleben eine Praktina von 1966 in die Hand
gedrückt bekam ...
--
Bye,
Dietmar
Frank Gosebruch
2005-07-25 09:44:02 UTC
Permalink
Post by Dietmar Belloff
Interessantes Detail am Rande: Ich dachte immer, die Kompaktkameras mit
eingebautem Motor wäre eine Erfindung der Japaner gewesen, bis ich 1990
bei einem Besuch in Aschersleben eine Praktina von 1966 in die Hand
gedrückt bekam ...
naja, hatte Robot schon vor dem zweiten Weltkrieg
--
Frank Gosebruch
(kann emails nur direkt beantworten, wenn ebenfalls mit account von
*@fernuni-hagen.de)
Winfried Buechsenschuetz
2005-07-25 12:04:10 UTC
Permalink
Post by Frank Gosebruch
Post by Dietmar Belloff
Interessantes Detail am Rande: Ich dachte immer, die Kompaktkameras
mit
Post by Dietmar Belloff
eingebautem Motor wäre eine Erfindung der Japaner gewesen, bis ich
1990
Post by Dietmar Belloff
bei einem Besuch in Aschersleben eine Praktina von 1966 in die Hand
gedrückt bekam ...
naja, hatte Robot schon vor dem zweiten Weltkrieg
..aber nicht elektrisch. Federaufzugskameras waren mal ne Zeitlang in
Mode, die deutsche Finetta sollte wohl eine Robot-Konkurrenz werden. Bei
den Japanern (insbesondere Ricoh) gabs so ab Mitte der 60er einige
(sowohl Halb- als auch Voll-KB-Format).

Winfried Büchsenschütz
--
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http://newsgroups.freenet.de
Frank Gosebruch
2005-07-25 10:16:24 UTC
Permalink
Post by Winfried Buechsenschuetz
Post by Frank Gosebruch
naja, hatte Robot schon vor dem zweiten Weltkrieg
..aber nicht elektrisch. Federaufzugskameras waren mal ne Zeitlang in
Mode, die deutsche Finetta sollte wohl eine Robot-Konkurrenz werden. Bei
den Japanern (insbesondere Ricoh) gabs so ab Mitte der 60er einige
(sowohl Halb- als auch Voll-KB-Format).
jahaa, Ricoh auto-half (18x24) usw. aber es war mir nur ein wenig zu
kleinkariert mit dem Neufünfland-Motor weiter oben; immerhin gab es im
WKII schon eine Leica mit elektrischem Filmtransport.
Ob Dietmar die aber als Kompaktkamera durchgehen läßt, bezweifle ich.
Er sprach mit Verlaub nicht von Elektromotor sondern von Motor allgemein.
--
Frank Gosebruch
(kann emails nur direkt beantworten, wenn ebenfalls mit account von
*@fernuni-hagen.de)
Dietmar Belloff
2005-07-25 22:30:20 UTC
Permalink
Post by Frank Gosebruch
Er sprach mit Verlaub nicht von Elektromotor sondern von Motor allgemein.
Sorry, das hatte ich nicht genau erwähnt. Ich meinte natürlich einen
Elektromotor, denn soweit ich weiß hatte besagte Parktina einen Solchen.

Das mit der motorischen Leica war mir nicht bekannt.
--
Bye,
Dietmar
Thomas Kaltschmidt
2005-07-25 14:30:42 UTC
Permalink
Post by Frank Gosebruch
Post by Dietmar Belloff
Interessantes Detail am Rande: Ich dachte immer, die Kompaktkameras mit
eingebautem Motor wäre eine Erfindung der Japaner gewesen, bis ich 1990
bei einem Besuch in Aschersleben eine Praktina von 1966 in die Hand
gedrückt bekam ...
naja, hatte Robot schon vor dem zweiten Weltkrieg
Kompaktkamera mit eingebauten Elektomotor, wäre mir neu

Gruß
Thomas
--
Rechtschreibfehler sind gewollt und entsprechen meinem künstlerischen Stil.
Frank Gosebruch
2005-07-25 14:50:37 UTC
Permalink
Post by Thomas Kaltschmidt
Post by Frank Gosebruch
Post by Dietmar Belloff
Interessantes Detail am Rande: Ich dachte immer, die Kompaktkameras mit
eingebautem Motor wäre eine Erfindung der Japaner gewesen, bis ich 1990
bei einem Besuch in Aschersleben eine Praktina von 1966 in die Hand
gedrückt bekam ...
naja, hatte Robot schon vor dem zweiten Weltkrieg
Kompaktkamera mit eingebauten Elektomotor, wäre mir neu
Ja meine Güte, wo steht denn beim OP was von "elektro" ?
Egal, Zeilen gefüllt, trotzdem schönen Gruß
--
Frank Gosebruch
(kann emails nur direkt beantworten, wenn ebenfalls mit account von
*@fernuni-hagen.de)
Thomas Kaltschmidt
2005-07-25 14:29:39 UTC
Permalink
Post by Dietmar Belloff
Interessantes Detail am Rande: Ich dachte immer, die Kompaktkameras mit
eingebautem Motor wäre eine Erfindung der Japaner gewesen, bis ich 1990
bei einem Besuch in Aschersleben eine Praktina von 1966 in die Hand
gedrückt bekam ...
Da haust du aber jetzt was durcheinander. Es gab zwar neben den
Federmotor auch ein Elektromotor für die Praktina. Allerdings war die
Praktina eine KB-SLR und keine Kompaktkamera. Auch war der Motor nicht
eingebaut und als letztes wurde die Kameraproduktion der Praktina im
Mai 1960 eingestellt.

Es hab ab 1960 jedoch eine KB-Kompaktkamera mit elektrischem
Verschlußaufzug und Filmtransport aus der DDR. Die nannte sich Prakti.
Allerdings wie lange diese Kamera und ihr Nachfolger (Prakti II)
gebaut wurden, kann ich dir jetzt nicht sagen.

Gruß
Thomas
--
Rechtschreibfehler sind gewollt und entsprechen meinem künstlerischen Stil.
Frank Kemper
2005-07-25 20:58:25 UTC
Permalink
Post by Thomas Kaltschmidt
Es hab ab 1960 jedoch eine KB-Kompaktkamera mit elektrischem
Verschlußaufzug und Filmtransport aus der DDR. Die nannte sich
Prakti. Allerdings wie lange diese Kamera und ihr Nachfolger
(Prakti II) gebaut wurden, kann ich dir jetzt nicht sagen.
Tja, was nützt es, eine Kamera mit eingebautem Elektromotor auf einen
Markt zu bringen, auf dem es an leistungsfähigen, auslaufsicheren und
entladungsstabilen Batterien mangelt. Oder gab es 1960 in der Täterä
bereits Alkali-Mangan-Batterien, NiCd-Akkus und Lithiumzellen?

Die richtige Entwicklung zum richtigen Zeitpunkt, das ist es, was
gutes Marketing ausmacht...

Frank
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Citroen - Made in Trance
Dietmar Belloff
2005-07-25 22:42:20 UTC
Permalink
Post by Frank Kemper
Die richtige Entwicklung zum richtigen Zeitpunkt, das ist es, was
gutes Marketing ausmacht...
Das hätte der VEB Pentacon auch nichts genutzt, als sie Anfang der 70er
die TTL-Blitzlichtmessung entwickelten, denn sie konnten das System
selbst nicht zur Marktreife bringen - das übernahm dann Olympus.

Trotz allgemeinem Mangel an vielen Dingen mangelte es doch nicht an
Ideen, Erfindergeist und Kreativität. Wenn man sich mal anschaut, was
"drüben" alles so entwickelt wurde (und kaum einer weiß, diehe oben)
dann klingt Deine Aussage fürchterlich protzig und überheblich. Ich will
jetzt mal nicht daraus schließen, daß Du etwas gegen Ostprodukte im
Allgemeinen hast;-)

Im Übrigen hat so manche gute Entwicklung zum richtigen Zeitpunkt auch
nichts geholfen wenn sie dann nicht auf den Markt kommen durfte.
--
Bye,
Dietmar
Frank Kemper
2005-07-25 23:33:10 UTC
Permalink
Post by Dietmar Belloff
Trotz allgemeinem Mangel an vielen Dingen mangelte es doch nicht
an Ideen, Erfindergeist und Kreativität. Wenn man sich mal
anschaut, was "drüben" alles so entwickelt wurde (und kaum einer
weiß, diehe oben) dann klingt Deine Aussage fürchterlich protzig
und überheblich. Ich will jetzt mal nicht daraus schließen, daß
Du etwas gegen Ostprodukte im Allgemeinen hast;-)
Meine erste Kamera, mit der ich Geld verdient habe, war eine Zenit E.
Die war nach drei Monaten hin. Dann habe ich mir eine Praktica Super
TL gekauft. Soviel also zum Thema "Ostprodukte".

Ich will ja aus Deinem beleidigten Posting nicht schließen, dass Du
ein Überzeugungsossi bist, der nicht lesen kann. Ich schrieb von
gutem Marketing. Und wenn die vereinigten Industriebetriebe der
Täterä eins nicht konnten, dann war es Marketing, also die
bedarfsgerechte Platzierung von konkurrenzfähigen Produkten zu
konkurrenzfähigen Preisen auf den verschiedenen Märkten. Olympus war
sicherlich froh, dass sie bei Pentacon für kleines Geld die Pläne für
ein funktionierendes TTL-Blitzmess-System schießen konnten, aber
Pentacon hätte sich vielleicht lieber mit etwas anderem befassen
sollen, wenn sie es nicht selbst bis zur Serienreife packen;-)

Kannst mich gern protzig und überheblich nennen, aber Pentacon ist
nur noch eine leere Hülle für billigen NoName-Schrott, und die
Japaner schütten uns immer noch mit Kameras zu. Aber bestimmt sind
daran auch die bösen Wessis schuld;-)

Frank
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Citroen - Made in Trance
Thomas Kaltschmidt
2005-07-26 04:59:28 UTC
Permalink
Post by Frank Kemper
Post by Thomas Kaltschmidt
Es hab ab 1960 jedoch eine KB-Kompaktkamera mit elektrischem
Verschlußaufzug und Filmtransport aus der DDR. Die nannte sich
Prakti. Allerdings wie lange diese Kamera und ihr Nachfolger
(Prakti II) gebaut wurden, kann ich dir jetzt nicht sagen.
Tja, was nützt es, eine Kamera mit eingebautem Elektromotor auf einen
Markt zu bringen, auf dem es an leistungsfähigen, auslaufsicheren und
entladungsstabilen Batterien mangelt.
Das war Knackpunkt dieser Kamera. Das die verfügbaren Mignonbatterien
die geforderten 600 Aufnahmen nicht schafften, manchmal nicht einmal
36.
Post by Frank Kemper
Die richtige Entwicklung zum richtigen Zeitpunkt, das ist es, was
gutes Marketing ausmacht...
Na, das hat uns ja die Westdeutsche Fotoindustrie eindrucksvoll
gezeigt, wie das funktioniert ;-)


Gruß
Thomas
--
Rechtschreibfehler sind gewollt und entsprechen meinem künstlerischen Stil.
Frank Kemper
2005-07-26 06:41:28 UTC
Permalink
Post by Thomas Kaltschmidt
Na, das hat uns ja die Westdeutsche Fotoindustrie eindrucksvoll
gezeigt, wie das funktioniert ;-)
Ich habe niemals behauptet, dass die westdeutsche Fotoindustrie sich
irgendwann in ihrer Geschichte durch besonders erfolgreiche
Marketing-Maßnahmen hevorgetan hätte. Naja, mein Staat existiert ja
noch, den muss ich nicht in der nostalgischen Rückschau
glorifizieren.

Frank
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Citroen - Made in Trance
Dietmar Belloff
2005-07-25 22:30:20 UTC
Permalink
Post by Thomas Kaltschmidt
Es hab ab 1960 jedoch eine KB-Kompaktkamera mit elektrischem
Verschlußaufzug und Filmtransport aus der DDR. Die nannte sich Prakti.
Allerdings wie lange diese Kamera und ihr Nachfolger (Prakti II)
gebaut wurden, kann ich dir jetzt nicht sagen.
Jetzt verwirrst Du mich aber vollends. Es war definitiv keine SLR, was
ich da in den Händen hielt (zu dieser Zeit besaß ich schon meine BX20),
sondern eine Kompaktkamera, und die hatte einen Elektromotor. Wie das
Ding gebau aussah, weiß ich nicht mehr, wenns aber irgendwo Bilder davon
gibt könnte ich sie wiedererkennen.
--
Bye,
Dietmar
Ralf R. Radermacher
2005-07-25 22:42:57 UTC
Permalink
Post by Dietmar Belloff
Jetzt verwirrst Du mich aber vollends. Es war definitiv keine SLR, was
ich da in den Händen hielt (zu dieser Zeit besaß ich schon meine BX20),
sondern eine Kompaktkamera, und die hatte einen Elektromotor.
Da ist sie:

http://www.kameramuseum.de/1opq/prakti.html

Ralf
--
Ralf R. Radermacher - DL9KCG - Köln/Cologne, Germany
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Frank Gosebruch
2005-07-26 06:16:39 UTC
Permalink
Post by Dietmar Belloff
Post by Thomas Kaltschmidt
Es hab ab 1960 jedoch eine KB-Kompaktkamera mit elektrischem
Verschlußaufzug und Filmtransport aus der DDR. Die nannte sich Prakti.
Allerdings wie lange diese Kamera und ihr Nachfolger (Prakti II)
gebaut wurden, kann ich dir jetzt nicht sagen.
Jetzt verwirrst Du mich aber vollends. Es war definitiv keine SLR, was
ich da in den Händen hielt (zu dieser Zeit besaß ich schon meine BX20),
sondern eine Kompaktkamera, und die hatte einen Elektromotor. Wie das
Ding gebau aussah, weiß ich nicht mehr, wenns aber irgendwo Bilder davon
gibt könnte ich sie wiedererkennen.
gibt's: McKeown Cameraguide bei Lindemanns Stuttgart
--
Frank Gosebruch
(kann emails nur direkt beantworten, wenn ebenfalls mit account von
*@fernuni-hagen.de)
Dietmar Belloff
2005-07-25 09:23:28 UTC
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Post by Frank Mechelhoff
aber vielleicht haben die Deutschen auch nur eine
einzige wirklich gute SLR nach 1960 gebaut, viiiel zu spät (1974), von
Rollei...
Es gab doch mehrere wirklich gute SLR aus deutschen Landen:
Praktica EE2/EE3
Praktica BX20
Rolleiflex 3003 (der Würfel mit den Wechselmagazinen)
Leica R4/s

IMHO natürlich;-)
--
Bye,
Dietmar
Jochen
2005-07-25 23:21:29 UTC
Permalink
Liebe Leute,
bereits in den 50er jahren wurde in Deutschland eine Kamera gebaut mit:
Wechselsucher UND Durchsichtsucher für 50mm
Belichtungsmeßsucher mit Slenzelle, leider nicht gekuppelt
Wechselbaren Einstellscheiben
Schlitzverschluss 1 - 1/1000
Schnellaufzughebel, Elektro - oder Federmotor anschließbar
Großmagazinrückwand für 250 Aufnahmen
Objektivprogramm von 25mm/4,0 über 35mm/2,8, 40mm/4,5, 50mm/2,0, 75mm/1,5(!),
80mm/2,8, 100mm/2,8, 135mm/3,5, 240mm/4,0, 300mm/5,6 bis 1000mm/11
Stereo-Strahlenteilervorsatz für Objektiv und SUCHER !
Ich habe zwei davon, die es bei pfleglichem Umgang (vorsichtiges Spannen)
hoffentlich noch lange tun werden.
Der Stereosucher ist zwar ein wenig dunkel, erlaubt aber hervorragend Stilleben
(Table-Top) zu komponieren.
Post by Frank Mechelhoff
Sie ist einerseits wirklich innovativ: gekuppelter Belichtungsmesser
mit "Offenblendmessung" - wenn man das so nennen kann ohne TTL - und
das ja mehr eine Spielerei war, als es richtig gut funktioniert haben
könnte mit dem "Abblenden" der Selenzelle. Mich würde interessieren
ob diesem Belichtungsmesser wirklich jemand vertraut hat selbst mit
Farbnegativfilm.. (Ralf, Du, falls Du mitliest?)
Nirgendwo zeigt sich aber auch mehr ingenieursmässiger Größenwahn..!
Das technisch machbare, egal was es kostet, wie es aussieht, wie
umständlich es ist... und egal ob es jemand kaufen will... was ich
allein auf der website dieses Amerikaners lese, was Zeiss-Ikon alles
machen musste um die Leitz-Patente zu umgehen..!
Kamera-Werke hatten das zum Glück nicht nötig, aber deshalb kam die Praktina
auch nicht nach Westdeutschland ...
Post by Frank Mechelhoff
aber vielleicht haben die Deutschen auch nur eine
einzige wirklich gute SLR nach 1960 gebaut, viiiel zu spät (1974), von
Rollei...
Dass die Bajonette alle verschieden waren Anfang der 70'er, ist ja
fürchterlich... ZEISS wird sich gefreut haben... und viel mehr noch,
Pentax, Minolta und Nikon...
Gruss, Frank
Ralf R. Radermacher
2005-07-26 00:48:32 UTC
Permalink
Post by Jochen
Objektivprogramm von 25mm/4,0 über 35mm/2,8, 40mm/4,5, 50mm/2,0, 75mm/1,5(!),
80mm/2,8, 100mm/2,8, 135mm/3,5, 240mm/4,0, 300mm/5,6 bis 1000mm/11
Gab es das 180er Sonnar für die Praktina nicht?

Ralf
--
Ralf R. Radermacher - DL9KCG - Köln/Cologne, Germany
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Contarex - Kiev 60 - Horizon 202 - P6 mount lenses
Jochen
2005-07-26 00:56:32 UTC
Permalink
Post by Ralf R. Radermacher
Post by Jochen
Objektivprogramm von 25mm/4,0 über 35mm/2,8, 40mm/4,5, 50mm/2,0, 75mm/1,5(!),
80mm/2,8, 100mm/2,8, 135mm/3,5, 240mm/4,0, 300mm/5,6 bis 1000mm/11
Gab es das 180er Sonnar für die Praktina nicht?
Ralf
doch, das habe ich aber nicht. Das 1000mm/11 Spiegelobjektiv auch nicht.
mfg
Jochen
Thomas Kaltschmidt
2005-07-26 04:42:34 UTC
Permalink
Post by Jochen
Liebe Leute,
... technische Aufzählung zur Praktina ...
Post by Jochen
Objektivprogramm von 25mm/4,0 über 35mm/2,8, 40mm/4,5, 50mm/2,0, 75mm/1,5(!),
80mm/2,8,
Das mit dem Objektivprogramm sieht ein bisschen aus wie Kraut und
Rüben. Vielleicht kannst du mal die Hersteller dazu schreiben. 25/4,
35/2,8 klingt nach Flektogon von Carl Zeiss Jena, 40/4,5 nach Tessar
50/2 nach Flexon, 75/1,5 nach Biotar das 80/2,8 das Biometar
ebendfalls von CZJ. Fehlen noch die Sonnare 4/135, 2,8/180 und 4/300,
sowie das Triotar 4/135 und das Fernobjektiv 8/500.
Post by Jochen
100mm/2,8,
Könnte Meyer sein?
Post by Jochen
135mm/3,5, 240mm/4,0, 300mm/5,6 bis 1000mm/11
Hier kann ich nur spekulieren Enna oder Schneider Kreuznach?
Das 1000/11 ist mir völlig unbekannt - umgebauter Russe?
Post by Jochen
Der Stereosucher ist zwar ein wenig dunkel, erlaubt aber hervorragend Stilleben
(Table-Top) zu komponieren.
Welcher Sucher war bis auf wechselbare Klarglasscheiben in den 50igern
schon richtig Hell ;-)

Gruß
Thomas
--
Rechtschreibfehler sind gewollt und entsprechen meinem künstlerischen Stil.
Frank Gosebruch
2005-07-26 06:27:04 UTC
Permalink
Post by Jochen
Liebe Leute,
[...]

Jahaa! Bei der CONTAREX ging es aber um eine Kamera, die frei
verkäuflich für jeden am Markt erhältlich war und von der man während
Fertigungszeit nicht nur hinter vorgehaltener Hand sprach, weil sie nur
für Schnüffel- und Geheimdienste produziert wurde.
Im Übrigen trifft genau das nicht für die Praktina IIA mit dem
beschriebenen Zubehör zu, wenn es die Kamera ist von der Du sprichst.
Sonderanfertigungen für staatliche Stellen in Kleinstauflage gab es
viele in vielen Ländern zu vielen Zwecken; ganz tolle sicher (ganz
sicher!!!) auch in der ehemaligen DDR.
Gruß
--
Frank Gosebruch
(kann emails nur direkt beantworten, wenn ebenfalls mit account von
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Frank Kemper
2005-07-26 06:50:48 UTC
Permalink
Post by Frank Gosebruch
Sonderanfertigungen für staatliche Stellen in Kleinstauflage gab
es viele in vielen Ländern zu vielen Zwecken; ganz tolle sicher
(ganz sicher!!!) auch in der ehemaligen DDR.
Überhaupt war der VEB Horch & Greif in der Täterä ein ganz, ganz
innovatives Unternehmen. Die haben schon zu einem Zeitpunkt, als kein
Schwein in der freien Welt die elektronische Stehbildfotografie ernst
nahm, von der Canon ION 260 RC (Still Video Camera mit 2-Zoll-
Disketten) größere Posten gekauft. Tja, damit hätte man den
Werktätigen eine Alternative zu wochenlangen Wartezeiten auf ihre
Farb-Prints offerieren können, aber VEB Horch & Greif hatte meines
Wissens andere Anwendungsszenarien für diese Kameras im Sinn:-(

Aber ehrlich gesagt, von allem, was mit der Täterä in den Orkus
gegangen ist, vermisse ich die ostdeutsche Kameraindustrie am
meisten.

Frank
--
please replace spam-muelleimer with fk-newsgroups for e-mail contact

Citroen - Made in Trance
Winfried Buechsenschuetz
2005-07-26 09:00:09 UTC
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Post by Frank Gosebruch
Sonderanfertigungen für staatliche Stellen in Kleinstauflage gab es
viele in vielen Ländern zu vielen Zwecken; ganz tolle sicher (ganz
sicher!!!) auch in der ehemaligen DDR.
Darüber gab es im Photo-Deal auch mal einige Artikel, u.a. über ein
Autofocus-Teleobjektiv für das nahe IR, in mit Spezialkunststoff
beschichtete Trabbi-Türen eingebaute IR-Blitzer sowie SLRs mit
feststehendem halbdurchlässigen Spiegel (a la Canon Pellix), dafür wurde
eine spezielle Folie entwickelt. Bei Zeiss-Jena wurden div.
Spezialoptiken gebaut, u.a. Pinhole-Objektive, die werksintern meist
unter 'JO' (Justier-Optik) liefen, damit die Zusammenbauer nix merkten.

Winfried Büchsenschütz
--
Immer auf dem aktuellen Stand mit den Newsgroups von freenet.de:
http://newsgroups.freenet.de
Frank Gosebruch
2005-07-26 08:39:27 UTC
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Post by Frank Gosebruch
Sonderanfertigungen für staatliche Stellen in Kleinstauflage gab es
viele in vielen Ländern zu vielen Zwecken; ganz tolle sicher (ganz
sicher!!!) auch in der ehemaligen DDR.
[...] Bei Zeiss-Jena wurden div. Spezialoptiken gebaut, u.a. Pinhole-
Objektive, die werksintern meist unter 'JO' (Justier-Optik) liefen,
damit die Zusammenbauer nix merkten.
Und die wurden dann in den verschiedenen Fotogeschäften in Jena verkauft?
--
Frank Gosebruch
(kann emails nur direkt beantworten, wenn ebenfalls mit account von
*@fernuni-hagen.de)
Thomas Kaltschmidt
2005-07-26 10:49:41 UTC
Permalink
Post by Frank Gosebruch
Post by Jochen
Liebe Leute,
[...]
Jahaa! Bei der CONTAREX ging es aber um eine Kamera, die frei
verkäuflich für jeden am Markt erhältlich war und von der man während
Fertigungszeit nicht nur hinter vorgehaltener Hand sprach, weil sie nur
für Schnüffel- und Geheimdienste produziert wurde.
Interessante These. Dummerweise wüßte damals K&W nichts davon. Die
haben doch sogar ihre Praktina im auch so bösen kapitalistischen
Ausland verkauft. Aber stimmt schon, auch da gab es Agenten, die
beliefert werden mussten. Es kommt noch schlimmer, kapitalistische
Firmen bauten auch noch passende Objektive für dieses System. Sind das
alles Ableger irgend eines Geheimdienstes - Kilfitt, Schneider,
Steinheil, Isco, Schacht, Rodenstock.

Sorry, selten so einen Schwachfug gelesen.
Post by Frank Gosebruch
Im Übrigen trifft genau das nicht für die Praktina IIA mit dem
beschriebenen Zubehör zu,
Welches Zubehör glaubst du, war nicht erhältlich?
Post by Frank Gosebruch
wenn es die Kamera ist von der Du sprichst.
Sonderanfertigungen für staatliche Stellen in Kleinstauflage gab es
viele in vielen Ländern zu vielen Zwecken; ganz tolle sicher (ganz
sicher!!!) auch in der ehemaligen DDR.
Interessant, was du so unter Kleinserie verstehst. Immerhin wurden von
der Praktina rund 100.000 Kameras produziert. Von der Praktina II a
allein knapp 25.000. Wieviel gab es doch gleich von der Contarex?

Aber wie sagst du so schön
"Egal, Zeilen gefüllt,"

Schönen Gruß
Thomas
--
Rechtschreibfehler sind gewollt und entsprechen meinem künstlerischen Stil.
Frank Mechelhoff
2005-07-26 11:02:06 UTC
Permalink
"Wieviel gab es doch gleich von der Contarex? "
Nicht sowenig dass man sich hätte schämen müssen, jedenfalls nicht
zu Anfang.
Von der "I" 32.000 - und von der "S" mit TTL-Messung immerhin noch
13.400
Natürlich waren das kleine Stückzahlen gegen die Nikon-F...

Gruss Frank
Frank Gosebruch
2005-07-22 13:33:14 UTC
Permalink
Post by Frank Mechelhoff
Also eine Frage an die Älteren: wer kennt sich mit der Lebensdazer des
"Mercedes unter den Cameras" (Kuc) aus?
Hatte ich vergessen:
Bei den Wechselmagazinen für Dateneinbelichtung mittels Pappeschieber
mußt Du die Lichtdichte kontrollieren.

Insgesamt ist die CONTAREX schon ein toller Brocken, bei dem damals mit
Gewalt versucht wurde, alles mechanisch zu lösen, was die Konkurrenz
schon längst elektrisch/elektronisch kann.
Der Nachfolger, die CONAREX elecronic, hatte übrigens ein sensationelles
Zubehörprogramm, das zum großen Teil (elektrische Komponenten) nur an
dieser Kamera funktionierte.
CONTAREX, der Grabstein für ZEISS-IKON Stuttgart.
--
Frank Gosebruch
(kann emails nur direkt beantworten, wenn ebenfalls mit account von
*@fernuni-hagen.de)
Frank Mechelhoff
2005-07-22 14:57:19 UTC
Permalink
Naja das einzig elektrische an meiner Canon 7 von 1962 ist der Strom
der vom Selenbelichtungsmesser zum Zeigerinstrument fließt, und soviel
Elektrik hat die Ur-Contarex auch... Die Contarex SE war vollgestopft
mit Elektrik für die Zeit (1968) - hätte ausreichen müssen den
Deutschen einen langen Wissensvorsprung zu bescheren - und trotzdem ein
grandioser Mißerfolg.
Die Spotmatics und Nikon F's sind ebenfalls rein mechanische Kameras -
bis auf den Beli-Stromkreis..
Die Japaner mussten auch erst lernen elektronisch gesteuerte Cameras zu
bauen, Pentax zB. mit der ES - auch das war keine elegante Kamera,
verglichen mit den früheren - 3 Jahre *nach* der Contarex SE -- dafür
aber dann mit Belichtungsautomatik - sprich, auch der doofste unter den
Kunden begriff sofort wozu die ganze Elektonik gut sein sollte, und
weshalb er dafür bezahlen sollte. Das war bei der Contarex SE leider
nicht der Fall, weswegen ja auch nur 3100 von ihnen verkauft wurden..

Es ist definitiv so dass die Deutschen bereits die Mechanik-Schlacht
gegen die Japaner verloren... leider.. und dann, mit der
Elektronik-Schlacht verloren sie den Krieg...

Gruss Frank
Ralf R. Radermacher
2005-07-22 18:44:06 UTC
Permalink
Post by Frank Gosebruch
Bei den Wechselmagazinen für Dateneinbelichtung mittels Pappeschieber
mußt Du die Lichtdichte kontrollieren.
Was hat das mit den Magazinen zu tun? Der Schlitz für den Streifen aus
durchsichtigem Kunststoff (nix Pappe) befindet sich am Gehäuse.

Ralf
--
Ralf R. Radermacher - DL9KCG - Köln/Cologne, Germany
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Frank Gosebruch
2005-07-23 11:29:38 UTC
Permalink
Post by Ralf R. Radermacher
Post by Frank Gosebruch
Bei den Wechselmagazinen für Dateneinbelichtung mittels Pappeschieber
mußt Du die Lichtdichte kontrollieren.
Was hat das mit den Magazinen zu tun? Der Schlitz für den Streifen aus
durchsichtigem Kunststoff (nix Pappe) befindet sich am Gehäuse.
Hi Ralf,
ich bin ein bißchen verwundert. Bei Dir sind die Schieber aus
Kunststoff? Ist das im Original so gewesen oder hast Du die nachgefertigt?
Bei mir (habe nur zwei) sind die aus einem doppelt geklebtem Pappefuß
mit einem Drahtbügelchen dazwischen auf den eine Art dickes Pergament
geklebt ist.
Das wird in die Kamera geschoben und wenn vorher mit Bleistift was
draufgeschrieben wurde, ist das später dann auf dem Negativ vage zu
erkennen. Allerdings eine fummelige Sache. Es war ein Kleiner
bleistiftartiger Radiergummi dabei (mit Holz drumrum), der in einen
Standardbleistiftspitzer paßt. Damit soll man die Beschriftung wieder
wegradieren können, aber ich glaube dann geht das Pergamin kaputt.

Ich habe das nur zwei mal ausprobiert und bei einem sehr gebrauchten
Magazin (ohne Schieber und ohne einen Schlitz dafür) funktionierte das
mit dem Bügelchen nicht, weil er an die Andruckplatte stößt.
Mit den normalen Magazinen (mit Schieber) funktionierte es halbwegs.
Ich glaube aber trotzdem, daß das Pergaminmaterial viel zu lichtdicht
ist, damit das bei jedem Licht auch mit dem normalen Magazin funktioniert.
Der Vorbesitzer konnte mir zu dem Problem auch nichts sagen, da er das
Teil von seinem Vater geerbt hatte.
Gruß
--
Frank Gosebruch
(kann emails nur direkt beantworten, wenn ebenfalls mit account von
*@fernuni-hagen.de)
Ralf R. Radermacher
2005-07-22 18:44:07 UTC
Permalink
Post by Frank Gosebruch
Insgesamt ist die CONTAREX schon ein toller Brocken, bei dem damals mit
Gewalt versucht wurde, alles mechanisch zu lösen, was die Konkurrenz
schon längst elektrisch/elektronisch kann.
Aha?

Und was bitte konnte irgendwer 1959 schon elektrisch, das bei der
Contarex noch mechanisch gelöst war?

Darf ich daran erinnern, daß die Contarex SE weltweit die erste Reflex
überhaupt mit einem elektronischen Verschluß war.

Ralf
--
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Markus Kleefuss
2005-07-22 19:55:56 UTC
Permalink
Post by Ralf R. Radermacher
Darf ich daran erinnern, daß die Contarex SE weltweit die erste Reflex
überhaupt mit einem elektronischen Verschluß war.
Ralf
Hallo,
ich glaub, das stimmt so nicht ganz :) Schau mal hier:
<http://www.club-daguerre.de/praktica-pl-electronic.htm>

In vielen Fällen waren die ostdeutschen Kamerawerke schneller.

Gruß
Markus
--
Suchbild: http://members.home.nl/saen/Special/zoeken.html
http://handheld-magazin.de
MarkusT2
Ralf R. Radermacher
2005-07-22 21:36:15 UTC
Permalink
Post by Markus Kleefuss
<http://www.club-daguerre.de/praktica-pl-electronic.htm>
Soso. Was lesen wir denn da zur Praktica? "Und vermutlich war sie als
erste auf dem Markt..."

Vermutlich. Dann glaub mal schön.

Ralf
--
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Markus Kleefuss
2005-07-22 22:18:47 UTC
Permalink
Ralf R. Radermacher <***@gmx.de> wrote:

daguerre.de/praktica-pl-electronic.htm>
Post by Ralf R. Radermacher
Soso. Was lesen wir denn da zur Praktica? "Und vermutlich war sie als
erste auf dem Markt..."
Vermutlich. Dann glaub mal schön.
Ralf
Nerv getroffen?
Es gibt noch mehr Stellen, wo es so geschrieben steht.

Markus
--
Suchbild: http://members.home.nl/saen/Special/zoeken.html
http://handheld-magazin.de
MarkusT2
Frank Mechelhoff
2005-07-22 22:55:09 UTC
Permalink
Der Link ist gut.

Wenn man boshaft sein will, war die Praktika SLR der perfekte
deutsch-deutsche Gegenspieler zur Contarex. Beide waren schwer und
hässlich, und während Zeiss-Ikon so tat als ob, gab es für die
Praktika wirklich keinen "Markt", zumindest keinen Binnenmarkt...

H.J. Kuc schreibt zur Contarex SE, Lieferung Herbst 68 - Ankündigung
des Erscheinens Frühjahr 67... auch die Lieferpolitik von Zeiss-Ikon
hatte etwas "sozialistisches" und wenn man die Bösartigkeit auf die
Spitze treibt, sind die DDR und Zeiss-Ikon aus ähnlichen Gründen vor
die Huinde gegangen...

Bei meiner Recherche zu Pentax bin ich in 2 Dingen auf "firsts"
gestossen die Pentax zugeschrieben werden , aber in Wahrheit Praktica
gebühren: erster Rückkehrspiegel: Praktiflex 1939 - Vorbild für die
Asahiflex mit Zwangskupplung des Spiegels, dann Rüsckschwingspiegel
genannt. Erste TTL-Offenblendmessung mit M42 Schraubgewinde: Praktica
1969, vier Jahre vor Pentax. Praktica hat viele Verdienste um die SLR
erworben und war oft innovativ - noch Anfang der 80'er bauten sie
technisch fortschrittliche und preiswerte Cameras...

Deshalb: Nur weil Firmen nicht mehr existieren, muss man nicht die
Geschichte so hinnehmen, wioe sie sich die "Sieger" zurechtstricken
weil die anderen sich ja nicht mehgr wehren können...

Gruss Frank
Jochen
2005-07-25 23:33:24 UTC
Permalink
Hallo frank,
die Kamera-Werke entwickelten zur gleichen Zeit, nach der Einstellung der
Praktina-Serie, ein repräsentatives Super-Projekt: die Pentacon Super, ebenfalls
mit Wechselsucher, diesmal schon mit TTL, Motoransatz und OFFENBLENDMESSUNG mit
M42-Gewindeanschluss.
Die Blendeneinstellung wurde mechanisch übertragen, ungleich den späteren
Elektrokontakten der praktica.
Leider gab es nur ein einziges Objektiv, das diee Offenblendmessung übvertragen
konnte, näcmlich das CZJ 55mm/1,4. Wegen des sehr hohen Aufwandes wurden nur
wenige davon hergestellt, die heute sehr teuer bezahlt werden müssen.
Genau so ein Exot wie die Contax AX, die sich bestimmt als Sammelobjekt lohnen wird.
mfg
jochen
Post by Frank Mechelhoff
Wenn man boshaft sein will, war die Praktika SLR der perfekte
deutsch-deutsche Gegenspieler zur Contarex. Beide waren schwer und
hässlich, und während Zeiss-Ikon so tat als ob, gab es für die
Praktika wirklich keinen "Markt", zumindest keinen Binnenmarkt...
Thomas Kaltschmidt
2005-07-26 05:24:39 UTC
Permalink
Jochen teilte mit 20 Zeilen der Welt mit:

Vorneweg, bitte schau dir mal

http://learn.to/quote

an.

...Zur Pentacon Super...
Post by Jochen
Leider gab es nur ein einziges Objektiv, das diee Offenblendmessung übvertragen
konnte, näcmlich das CZJ 55mm/1,4.
Also , es gibt da noch einige Pancolar 1,8/50 mit dieser
Blendensimulation und das seltene Pancolar 1,4/75. Ich besitze ein
Zebra-Sonnar 2,8/180 mit genau dieser Blendensimulation, allerdings
ist mir noch kein Adapter P-Six/M42 untergekommen der diese Simulation
überträgt.
Post by Jochen
Wegen des sehr hohen Aufwandes wurden nur
wenige davon hergestellt,
Warum soll man deutlich mehr als vorhandene Kameras produzieren, da
doch die Pentacon Super die einzige war, die diese Offenblendemessung
unterstützt.
Post by Jochen
die heute sehr teuer bezahlt werden müssen.
Das Pancolar 1,4/55 bekommt man eigentlich für relativ wenig Geld,
taugt es doch heute nur noch für Schwarz/weiss oder für die Vitrine.
Die Sondergläser haben ein "radioaktives" Problem - sie sind gelb
geworden.

Gruß
Thomas
--
Rechtschreibfehler sind gewollt und entsprechen meinem künstlerischen Stil.
Jochen
2005-07-26 09:09:47 UTC
Permalink
Hallo Thomas,
ich habe ein Nikon 35mm/1,4 erste Serie, das hat auch Gelbfärbung.
In einer amerikanischen usergroup wurde empfohlen, es in die Sonne zu legen, um
es auszubleichen. Das hat tatsächlich funktioniert. Ich habe es den ganzen
Sommer 2004 in die Sonne gelegt, der Gelbstich ist fast ganz weg !
mfg
Jochen
Post by Thomas Kaltschmidt
Das Pancolar 1,4/55 bekommt man eigentlich für relativ wenig Geld,
taugt es doch heute nur noch für Schwarz/weiss oder für die Vitrine.
Die Sondergläser haben ein "radioaktives" Problem - sie sind gelb
geworden.
Winfried Buechsenschuetz
2005-07-26 12:00:19 UTC
Permalink
Post by Jochen
Hallo Thomas,
ich habe ein Nikon 35mm/1,4 erste Serie, das hat auch Gelbfärbung.
In einer amerikanischen usergroup wurde empfohlen, es in die Sonne zu legen, um
es auszubleichen. Das hat tatsächlich funktioniert. Ich habe es den ganzen
Sommer 2004 in die Sonne gelegt, der Gelbstich ist fast ganz weg !
Ich glaub auch nicht so ganz, daß der Gelbstich bei älteren Takumaren
und anderen Objektiven von radioaktivem Glas kommt - schließlich wurde
Thorium bereits Ende der 50er Jahre durch Lanthan ersetzt, das einen
wesentlich geringeren Anteil an radioakt. Isotopen hat. Es wäre auch
seltsam, wenn sich eine Glasveränderung durch jahrelange radioakt.
Bestrahlung durch UV-Licht wieder rückgängig machen ließe. IMHO liegt
das eher am Linsenkitt.

Winfried Büchsenschütz

Winfried Büchsenschütz
--
Immer auf dem aktuellen Stand mit den Newsgroups von freenet.de:
http://newsgroups.freenet.de
Thomas Kaltschmidt
2005-07-26 11:06:53 UTC
Permalink
Post by Winfried Buechsenschuetz
Post by Jochen
Hallo Thomas,
ich habe ein Nikon 35mm/1,4 erste Serie, das hat auch Gelbfärbung.
In einer amerikanischen usergroup wurde empfohlen, es in die Sonne zu legen, um
es auszubleichen. Das hat tatsächlich funktioniert. Ich habe es den ganzen
Sommer 2004 in die Sonne gelegt, der Gelbstich ist fast ganz weg !
Ich glaub auch nicht so ganz, daß der Gelbstich bei älteren Takumaren
und anderen Objektiven von radioaktivem Glas kommt - schließlich wurde
Thorium bereits Ende der 50er Jahre durch Lanthan ersetzt, das einen
wesentlich geringeren Anteil an radioakt. Isotopen hat.
Kennst du den link:

http://www.orau.org/ptp/collection/consumer%20products/cameralens.htm


Das mit Lanthan ist richtig. Allerdings war dieses Lanthan wohl zum
Teil mit Thorium belastet, so das auch Objektiven die "nur noch"
Lanthangläser hatten davon betroffen sein können.
Post by Winfried Buechsenschuetz
Es wäre auch
seltsam, wenn sich eine Glasveränderung durch jahrelange radioakt.
Bestrahlung durch UV-Licht wieder rückgängig machen ließe.
Urban Legend. Laeuft nicht wirklich.
Post by Winfried Buechsenschuetz
IMHO liegt
das eher am Linsenkitt.
Da kann es wohl funktionieren.

Gruß
Thomas
--
Rechtschreibfehler sind gewollt und entsprechen meinem künstlerischen Stil.
Ralf R. Radermacher
2005-07-22 23:08:13 UTC
Permalink
Post by Markus Kleefuss
Nerv getroffen?
Sowas ist mir schon länger zu blöd. Thema erledigt.

Ralf
--
Ralf R. Radermacher - DL9KCG - Köln/Cologne, Germany
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Frank Gosebruch
2005-07-23 11:43:47 UTC
Permalink
Post by Ralf R. Radermacher
Post by Frank Gosebruch
Insgesamt ist die CONTAREX schon ein toller Brocken, bei dem damals mit
Gewalt versucht wurde, alles mechanisch zu lösen, was die Konkurrenz
schon längst elektrisch/elektronisch kann.
Aha?
Und was bitte konnte irgendwer 1959 schon elektrisch, das bei der
Contarex noch mechanisch gelöst war?
Darf ich daran erinnern, daß die Contarex SE weltweit die erste Reflex
überhaupt mit einem elektronischen Verschluß war.
OK, ich bin kein Spezialist für Zeiss-Ikon, aber meine "Bulls-eye" ist
gemäß Kameranummer wohl von Mitte 1963 und die Offenblendsimmulation war
auch bei dem Modell noch durchaus mechanisch gelöst.
Meine Nikon F von 1960 mit Photomic (blade) Nr. 88014X von 1962
simuliert die Offenblende bereits elektronisch und kann mit dem Photomic
T sogar TTL. Na, das mit TTL ist nicht ganz fair, denn der "T" ist
glaube ich von 1966.
Trotzdem habe ich schon an der allerersten "F" von 1959 die Möglichkeit
einen elektrischen Motorantrieb anzusetzen und bei der Contarex
(jedenfalls beim Modell Bulls-eye, von dem wir hier anfangs sprachen)
war lediglich mechanisches Spannen möglich.
Im Zusammenhang wird das klarer, auch wenn ich zugebe, mich
mißverständlich ausgedrückt zu haben.

Die Möglichkeiten der sehr viel späteren SE hatte ich aufgrund der
Fragestellung von Frank Mechelhoff hier in diesem Zusammenhang nicht
näher betrachtet, möchte aber erwähnen, daß auch hier z.B. bei der
TTL-Messung bereits (mindestens) ein japanischer Vorgänger, die Topcon
Super RE, bei der elektronischen Verschlußsteuerung ebenfalls Konica mit
der AUTOREFLEX zumindest zeitgleich war. Über den Preis brauchen wir uns
aber nicht zu streiten.
Einen Historienstreit will ich aber auf keinen Fall vom Zaun brechen,
und wenn Du Wert darauf legst, kann ich zustimmen, daß die CONTAREX ein
Meilenstein war (wenn auch ein teurer), sonst hätte ich mir als Sammler
nicht drei verschiedene Modelle zugelegt.
Schönen Gruß
--
Frank Gosebruch
(kann emails nur direkt beantworten, wenn ebenfalls mit account von
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Frank Mechelhoff
2005-07-24 10:44:53 UTC
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Gibt es eine bedeutende Camera die Du nicht in Deiner Sammlung hast?? 3
Modelle!
Natürlich hätte ich auch zum Fotografieren lieber eine mit
TTL-messung als eine Bullseye...aber die liegen ja preislich in ganz
anderen Regionen :-)

Und mein Budget für den nächsten Monat ist mit einer Rollei SL-350
ausgeschöpft, die entspricht meinem ästhetischen Empfinden sehr viel
besser... mit der kommt ein original Carl Zeiss Planar 1.4/50... wenn
das stimmt dass sie von 1974 ist sollte es T* Vergütung haben..

Gruss Frank
Frank Gosebruch
2005-07-25 05:43:30 UTC
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Post by Frank Mechelhoff
Gibt es eine bedeutende Camera die Du nicht in Deiner Sammlung hast?? 3
Modelle!
Ha, es gibt da noch einige Meilensteine, die ich mir gerne mal zulegen
würde.
Eine Nikon S3M oder einen Motor S-36, eine Ermanox oder eine gescheite
Robot Royal 36 fehlen mir genauso wie eine schöne Casca oder eine sehr
frühe Contax.
Von der CONTAREX habe ich drei verschiedene Modelle: die "bulls-eye",
die "Super", und die "electronic", z.T. aber in abenteuerlichem Zustand.
Leicas habe ich nur zwei (IIIc) und M3, interessieren mich aber auch kaum.
Sammeln ist so eine Sache, man kann kaum aufhören und dann benutzt man
das einzelne Stück zu selten.
Inzwischen faszinieren mich auch eher frühe 16mm und 35mm Kameras für
Kinofilm.
Ich suche Zusatzobjektive für die "Cine-Kodak spezial II" mit
Suchermasken für versch. Brennweiten.
Post by Frank Mechelhoff
Natürlich hätte ich auch zum Fotografieren lieber eine mit
TTL-messung als eine Bullseye...aber die liegen ja preislich in ganz
anderen Regionen :-)
Jetzt komm! Ich habe halt früh damit angefangen. Wer hat sich denn
anfang/mitte der Achziger für alte Fotoapparate interessiert?
Damals war das noch ein preiswertes Hobby.
Heute würde ich wohl nicht mehr zuschlagen können.
Schönen Gruß
--
Frank Gosebruch
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Winfried Buechsenschuetz
2005-07-22 16:04:10 UTC
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Post by Frank Mechelhoff
Wie gut halten die Tuchschlitzverschlüsse? (die ältesten Pentaxe die
jetzt auch demnächst 50 werden sind diesbezgüglich alle grenzwertig,
auch LEICAs brauchen eine Überholung, ich nehme deswegen nicht an dass
Zeiss-Ikons das ewige Leben haben...)
Der an meiner Leica (Bj. 1938) hat noch gute Tücher, eine Naht gammelt
etwas, hat sich aber in den letzten 20 Jahren nicht verändert. Die
Tücher der Foca PF2 (Bj. ca. 1949) sind noch wie neu, ebenso die der
FED1g (etwas später). Verschleiß kann also, muß aber nicht sein.
Post by Frank Mechelhoff
Wenn sie einfacher war als die Contarex war sie bestimmt auch billiger,
warum wurde sie dann nicht besser verkauft?
Guck Dir an, was die Japaner (die ja alles immer nur nachmachen) zu der
Zeit zu bieten hatten. Im Photo-Deal gabs da vor langer Zeit mal nen
Vergleichstest: deutsche SLRs der frühen 70er gegen eine
Alerwelts-Yashica M42er. Obwohl die Y schon Jahre auf dem Markt war,
wirkt sie heute erheblich moderner - vom Innenleben ganz abgesehen. Da
brauchten die Kunden nicht erst auf die Preise zu sehen (die bei den
deutschen SLRs eh prohibitiv waren), um die Kaufentscheidung zu treffen.

Winfried Büchsenschütz
--
Immer auf dem aktuellen Stand mit den Newsgroups von freenet.de:
http://newsgroups.freenet.de
Frank Mechelhoff
2005-07-22 14:42:11 UTC
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"> Wie gut halten die Tuchschlitzverschlüsse? (die ältesten Pentaxe
die
Post by Frank Mechelhoff
jetzt auch demnächst 50 werden sind diesbezgüglich alle grenzwertig,
auch LEICAs brauchen eine Überholung, ich nehme deswegen nicht an dass
Zeiss-Ikons das ewige Leben haben...)
Der an meiner Leica (Bj. 1938) hat noch gute Tücher, eine Naht gammelt
etwas, hat sich aber in den letzten 20 Jahren nicht verändert. Die
Tücher der Foca PF2 (Bj. ca. 1949) sind noch wie neu, ebenso die der
FED1g (etwas später). Verschleiß kann also, muß aber nicht "

Und wie oft benutzt Du sie? Ich nehme mal an, langes untätiges Liegen
schadet ihnen, oder?
Und bestimmt stellst Du sie nicht gespannt in den Schrank zurück,
oder?

Der Verschluß meiner Pentax H2 ist etwas wellig aber läuft astrein...
aber der meiner K (ein Jahr älter und wertvoller) ist bei gleich
zufriedenstellendem Aussehen unwillig bei allen Zeiten, außer den
beiden schnellsten, ganz zu schliessen. Man kann ja nicht immer 5
Bilder verschiessen damit er beim 6. dann ganz schliesst.... Die
Tücher sind ein Punkt und das Laufwerk des Verschlusses ein anderer...

Gruss Frank
die beiden Pentaxe sind hier zu sehen:
www.taunusreiter.de/Cameras/Pentax_Geschichte.html
Winfried Buechsenschuetz
2005-07-22 21:49:57 UTC
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Post by Winfried Buechsenschuetz
Der an meiner Leica (Bj. 1938) hat noch gute Tücher, eine Naht gammelt
etwas, hat sich aber in den letzten 20 Jahren nicht verändert. Die
Tücher der Foca PF2 (Bj. ca. 1949) sind noch wie neu, ebenso die der
FED1g (etwas später). Verschleiß kann also, muß aber nicht "
Und wie oft benutzt Du sie? Ich nehme mal an, langes untätiges Liegen
schadet ihnen, oder?
Die Leica ist z.Zt. in Pension, wurde einige Jahre recht intensiv
benutzt (war meine erste Wechseloptikkamera, wenn man von einem
Fehltritt mit einer Zorki4K absieht). Die FED wird gelegentlich benutzt,
die Foca häufiger. Ab und zu mal ausgelöst werden sie alle.

Außer der Leica hat keine von denen ein Langzeitenwerk (sagte ich nicht,
daß es eine Foca PF2B ist? Langzeiten gab es erst bei der PF3 und PF3L).
Das von der Leica ist vermutlich etwas langsam geworden, für s/w aber
noch genau genug. Vor allem der Verschluß der Foca schnalzt noch 1a. Die
Dinger waren aber auch berüchtigt für ihre Robustheit. Lt. J.H. Pont,
der diesen Beruf selber zeitweilig ausübte, war sie bevorzugtes
Instrument der französischen Nachkriegs-Straßenfotografen, die damit im
Schnitt 10 bis 30 Filme am Tag verballerten. Die Focas waren damals die
einzigen Franzosen, die das mitgemacht haben.
Post by Winfried Buechsenschuetz
Und bestimmt stellst Du sie nicht gespannt in den Schrank zurück,
oder?
Normal nicht. Bei der Foca wird sogar durch Aufkleber im Innern davor
gewarnt.
Post by Winfried Buechsenschuetz
Die
Tücher sind ein Punkt und das Laufwerk des Verschlusses ein anderer...
Gut, wenn man keine Tücher hat, wie die Canon7s (Stahlfolie) oder die
berüchtigten Copal Square-Verschlüsse, die in fast allen Japanern von
den späten 60ern bis Mitte der 70er drinne waren, die laufen fast immer
noch.

Winfried Büchsenschütz
--
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Ralf R. Radermacher
2005-07-22 18:44:06 UTC
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Post by Frank Mechelhoff
Da dies wohl die komplizierteste Camera ist die je gebaut wurde (und
deswegen reizt sie mich :-): Was muss man beim Kauf einer Contarex-I
("Bullauge") beachten?
Eine Warnung gleich vorweg: entgegen den Weisheiten, der in diesem
Thread schon verzapft und verlinkt worden sind, sind meine Anmerkungen
weder angelesen noch sonstwie zusammengesponnen, sondern stammen nur aus
ständiger eigener Erfahrung mit der Contarex und sind daher mit
besonderer Vorsicht zu genießen... ;-)
Post by Frank Mechelhoff
Der Kopplungsmechanismus Blende-Zeit-Belichtungsmesser den es bloß bei
dieser Camera gibt (Seilzug): ist er gewöhnlich OK oder defekt?
Der ist gewöhnlich in Ordnung, kann aber schon einmal etwas schwergängig
geworden sein. Dann wird die Verstellung des Rändelrads vorn am Gehäuse
ziemlich steif. Das hat jedoch keine Auswirkungen auf die Funktion der
Springblende.
Post by Frank Mechelhoff
Leben
die Selenbelichtungsmesser nach dieser Zeit noch?
In aller Regel nein. Um es kurz zu machen: dieser Belichtungsmesser war
nie ein Glanzlicht der Contarex. Freu Dich, wenn sich der Zeiger
überhaupt irgendwie bewegt.
Post by Frank Mechelhoff
Gibt es besondere Dinge in der Mechanik die typischerweise aufgeben?
Das Rückspulgetriebe hat sich bei mir als anfällig erwiesen. Die
Rückspulkurbel sitzt bei der Contarex nicht etwa gleich am oberen Ende
einer dicken Welle, die unten die übliche Gabel hat, die in die
Filmpatrone greift. Vielmehr gibt es da ein Umlenkgetriebe, um das
Meßwerk des Belichtungsmessers zu umgehen, das genau unter dem
Rückspulknopf liegt.

Dieses Getriebe ist vor allem dann gefährdet, wenn die Kamera mit den
Wechselmagazinen benutzt wurde, weil mit dem Magazin der Widerstand beim
Rückspulen deutlich höher ist.

Es gibt halt einige Teile, die deshalb nur bei der Contarex kaputtgehen
können, weil es sie in anderen Kameras erst garnicht gibt.

Das Hemmwerk des Spiegels ist auch so ein Fall. Wenn beim Auslösen nicht
das charakteristische Sirren dieses Hemmwerks zu hören ist und
stattdessen der Spiegel nach oben scheppert wie ein Klodeckel im D-Zug,
dann ist dieses Hemmwerk kaputt.

Der Selbstauslöser fällt ebenfalls gern aus.

Noch ein beliebter Fehler: der Verschluß öffnet bei "B", schließt aber
nicht mehr, wenn der Auslöser wieder freigegeben wird. Dann ist halt
Reinigen und Fetten angesagt.
Post by Frank Mechelhoff
Wie gut halten die Tuchschlitzverschlüsse? (die ältesten Pentaxe die
jetzt auch demnächst 50 werden sind diesbezgüglich alle grenzwertig,
auch LEICAs brauchen eine Überholung, ich nehme deswegen nicht an dass
Zeiss-Ikons das ewige Leben haben...)
Bisher bei mir keine Probleme.
Post by Frank Mechelhoff
Bei einer Contarex gehe ich davon aus dass *jede* umfangreichere
Überholung enorm kostenaufwendig sein dürfte... ich lese das was von
benötigten Spezialwerkzeugen.
Das ist ohne Frage das größte Problem.

Gima (ehem. Scheller) in München nimmt für eine Überholung mittlerweille
an die 400 Euro. Bei der definitiv letzten Arbeit, die sie für mich
gemacht haben, wurde derart geschlampt und geschludert, daß die Kamera
bis heute nicht wieder vernünftig funktioniert. Und das bei den Preisen!

Arlüwa in Köln nimmt leider keine Contarex mehr an.

Ich suche zur Zeit noch einen neuen Reparateur. Es soll in Duisburg
jemand geben, der gut ist. Weiß einer, wer das sein könnte?
Post by Frank Mechelhoff
Also eine Frage an die Älteren: wer kennt sich mit der Lebensdazer des
"Mercedes unter den Cameras" (Kuc) aus?
Eine 40 Jahre alte Kamera sollte gelegentlich gesäubert und gefettet
werden. Wenn sie das nicht wird, geht sie kaputt. Da macht auch die
Contarex keine Ausnahme.

Ralf
--
Ralf R. Radermacher - DL9KCG - Köln/Cologne, Germany
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manual cameras and photo galleries - updated Jan. 10, 2005
Contarex - Kiev 60 - Horizon 202 - P6 mount lenses
Ulrich Giebeler
2005-07-22 22:55:42 UTC
Permalink
Post by Ralf R. Radermacher
Ich suche zur Zeit noch einen neuen Reparateur. Es soll in Duisburg
jemand geben, der gut ist. Weiß einer, wer das sein könnte?
Hallo,
vielleicht ist das Firma Grah in Duisburg.
http://www.grah-optik.de/reparatur.htm .
Viele Grüsse
U. Giebeler
Ralf R. Radermacher
2005-07-22 23:10:24 UTC
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Post by Ulrich Giebeler
vielleicht ist das Firma Grah in Duisburg.
http://www.grah-optik.de/reparatur.htm .
O ja. Nach der Website könnte das hinkommen. Montag gleich mal anrufen.
Vielen Dank jedenfalls.

Ralf
--
Ralf R. Radermacher - DL9KCG - Köln/Cologne, Germany
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Contarex - Kiev 60 - Horizon 202 - P6 mount lenses
Jochen
2005-07-25 23:37:58 UTC
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Hallo Ralf,
ich hatte meine Contarex SE mit Korrosionsschaden und schwergängiger Blende bei
Foto-Wiese in Hamburg, der sich voiel Mühe damit gegeben hat. Der Stundenlohn
ist nicht zu hoch, ich war zufrieden.
mfg
Jochen
Post by Ralf R. Radermacher
Arlüwa in Köln nimmt leider keine Contarex mehr an.
Ich suche zur Zeit noch einen neuen Reparateur. Es soll in Duisburg
jemand geben, der gut ist. Weiß einer, wer das sein könnte?
Ralf R. Radermacher
2005-07-26 00:48:32 UTC
Permalink
Post by Jochen
ich hatte meine Contarex SE mit Korrosionsschaden und schwergängiger Blende bei
Foto-Wiese in Hamburg, der sich voiel Mühe damit gegeben hat. Der Stundenlohn
ist nicht zu hoch, ich war zufrieden.
Bei Wiese, soso.

Wie lange hats gedauert?

Ralf
--
Ralf R. Radermacher - DL9KCG - Köln/Cologne, Germany
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Contarex - Kiev 60 - Horizon 202 - P6 mount lenses
Jochen
2005-07-26 00:57:42 UTC
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Post by Ralf R. Radermacher
Wie lange hats gedauert?
paar Wochen, war aber in der Ferienzeit. Ein echter Bastler, mittlerweile macht
er auch Einzelanfertigungen, z.B. Ringkameras.
mfg
Jochen
Ralf R. Radermacher
2005-07-26 08:25:29 UTC
Permalink
Post by Jochen
paar Wochen, war aber in der Ferienzeit. Ein echter Bastler, mittlerweile macht
er auch Einzelanfertigungen, z.B. Ringkameras.
Die hat er schon vor 10 Jahren angeboten.

Ralf
--
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Contarex - Kiev 60 - Horizon 202 - P6 mount lenses
Frank Gosebruch
2005-07-23 12:04:33 UTC
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Und noch eine Frage zur Historie hab ich, aber zur ICAREX...
Du wirst heute mit der ICAREX übrigens darüber hinaus ähnliche Probleme
haben wie Phillip Jongen im Thread "Belichtung Canon T90 vs.Canon Ftb",
weil die 1,35Volt Quecksilber-Batterie PX625 für den Beli-Sucher 35CS am
Markt nicht mehr erhältlich ist.

Mich persönlich würde interessieren, ob irgend jemand mal eine
alternative Einstellscheibe für seine ICAREX 35CS bekommen hat. Meine
hat leider auch den Schnittbildindikator.
Hat der Beli dann noch problemlos funktioniert, oder mußte der neu
kalibriert werden?
Gruß
--
Frank Gosebruch
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Frank Mechelhoff
2005-07-23 12:50:56 UTC
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Nix kalibriert, der Beli der Icarex 35TM lief mit der 1,55V Zelle und
die Ergebnisse waren sowohl im Zimmer, wie draußen mit meiner
Referenzkamera halbwegs identisch (Diafilm würde ich mit keiner dieser
Cameras belichten)

Mache zeigen gut an, andere weniger. Kann mir kaum erklären woran es
liegt. Canon (auch alte Canonmatics) scheinen ziemlich schlecht mit den
1.55V Zellen zu laufen, desgleichen alte Spotmatics - auch seltene
Größen! Besser ist das alte Pentax-Meter (Typ rund Bj 60) das recht
genau anzeigt, wie mein Sixtomat, den ich meistens mit den alten
Kameras mitnehme.

Die Rollei 35S liegt still wegen zu geringer Batteriespannung. Sie hat
noch eine der alten Zellen eingebaut. Allerdings hab ich diesem Beli
auch zu seinen besten Zeiten nie besonders getraut (lageabhängige
Anzeige)

Das "Luxus" Lunasix läuft mit V625 wohl ungenau und wird ebenfalls
nicht benutzt. Diafilm kommt mir im Moment bloß in die Bessa-R rein
(LR44), eine meiner Haupt-Usercameras - aber auch die hat sich schon
schlimme Fehlmessungen geleistet ohne dass ich sagen kann weshalb..
Diafilmtauglich und womöglich genauer als die BessaR sind Contax 139
und vielleicht auch die Yashica (beide LR44), allerdings laufen durch
beide nur 5 Filme im Jahr durch.

Meine Erfahrungen mit Weinzellen sind auch nicht die besten. Oft ist
die Spannung zu hoch un die Lebensdauer für Geräte die wenig benutzt
werden, viel zu gering). Nebenbei sind ne Menge Fake-1.35V Batterien im
Umlauf, die dann lustig 1.65V anzeigen wenn man sie misst, sogar mehr
als Varta625... hab jetzt 2 Batterie-Widerstandsadapter für 625
ersteigert (für LR44) zu einem angemessenen Preis - 12€ je Stück -
bin gespannt wie sie sind - den Preis den Gossen dafür wollte fand ich
doch etwas dreist - sie sollten sich schämen dass sie immer noch
Geräte im Verkaufsprogramm haben die eine Betriebsspannung brauchen
für die es jetzt seit 10 Jahren keine Batterien mehr gibt anstatt mit
diesem Umstand auch noch Geld verdienen zu wollen...

Gruss Frank
Frank Gosebruch
2005-07-23 13:02:59 UTC
Permalink
Nix kalibriert, der Beli der Icarex 35TM lief mit der 1,55V Zelle...
Hmm, ich meinte wegen der alternativen Einstellscheibe, nicht wegen der
Batterie...
--
Frank Gosebruch
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Frank Mechelhoff
2005-07-23 13:07:57 UTC
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also Kameras deren Belichtungsmesser neu kalibriert werden muss nach
Wechsel der Einstellscheibe halte ich für falsch konstruiert, um es
mal vorsichtig zu formulieren...
Frank Gosebruch
2005-07-25 05:50:37 UTC
Permalink
Post by Frank Mechelhoff
also Kameras deren Belichtungsmesser neu kalibriert werden muss nach
Wechsel der Einstellscheibe halte ich für falsch konstruiert, um es
mal vorsichtig zu formulieren...
Auauau! Jetzt bin ich aber böse! Bei neinen heißgeliebten NIKON F und F2
muß ich fast für alle Einstellscheiben den Photomic-Aufsatz neu
kalibrieren. Laut Herstellerangabe war das am Filmempfindlichkeitsrad
einzustellen.
Einige sind klarer, andere haben Einstellhilfen. Bei den genannten
Kameras findet die Messung des Lichts erst nach passieren der
Einstellscheibe statt. F und F2 Fehlkonstruktion...?
--
Frank Gosebruch
(kann emails nur direkt beantworten, wenn ebenfalls mit account von
*@fernuni-hagen.de)
Frank Mechelhoff
2005-07-25 09:27:50 UTC
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in diesem feature: ja... :-)

Ich meine gehört zu haben die Nikons wurden auch schon als sie neu
waren dafür kritisiert, dass sie ihre Messzelle nicht da hatten wo sie
bei einer SLR mit wechselbarem Sucher hingehören...

zB. dort wo sie bei einer Miranda Sensomat sind... ach ja ich darf Dir
ja keinen Link posten :-)

Gruss Frank
Frank Gosebruch
2005-07-25 09:54:35 UTC
Permalink
Post by Frank Mechelhoff
in diesem feature: ja... :-)
Ich meine gehört zu haben die Nikons wurden auch schon als sie neu
waren dafür kritisiert, dass sie ihre Messzelle nicht da hatten wo sie
bei einer SLR mit wechselbarem Sucher hingehören...
zB. dort wo sie bei einer Miranda Sensomat sind... ach ja ich darf Dir
ja keinen Link posten :-)
Hey Frank,
Du darfst alles (gerne auch immer per email - bisher habe ich mich stets
darüber gefreut, wie bei den Bildern von Deiner "7" und auf die Bilder
der modernen Alternativen für RF-"Nikkore" warte ich noch immer sehnlichst!)

Die ursprüngliche Frage bezog sich auf die ICAREX 35 CS. Da habe ich bei
meiner nur eine einzige Einstellscheibe dafür (vier Schrauben!!!).
Wenn jemand eine andere (ohne Schnittbild) drin hätte, würde es mich
interessieren, ob da der Beli noch korrigiert werden mußte (wie bei der
NIKON F).
Ich bin mir nicht mal sicher, ob es jemals andere Einstellscheiben gab.
Schönen Gruß
--
Frank Gosebruch
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